
Lanzarote ist wie auch Fuerteventura eine Topadresse für deutsche Surfer, die auch im Winter bei angenehmen Temperaturen surfen wollen. Wie auch Fuerteventura weist Lanzarote viele Spots von Weltklasseniveau auf. Der Vorteil gegenüber Fuerteventura ist, dass die Insel kleiner ist und man die theoretisch alle Spots innerhalb von 30 bis 45 Minuten erreichen kann, wenn man z.B. in Costa Teguise oder Famara wohnt.
Playa Famara
Der Strand Famara ist direkt auf West ausgerichtet und hat daher immer guten Swell. Allerdings ist es sehr windig und der Nordostpassat kommt hier abgelenkt von West bzw. Nordwest. Ist es weniger windig, kann man hier tolle Tage haben. Für Anfänger ist der Spot aufgrund des sandigen Untergrundes hervorragend geeignet. Voll wird der Spot aufgrund seiner Größe auch nie. Im Ort gibt es Surfschulen mit Camps, einen kleinen Supermarkt und eine handvoll Bars und Restaurants. Ihr könnt direkt vom Ort zum Strand laufen. In der näheren Umgebung gibt es auch noch Reefbreaks, die auch sehr windgeschützt liegen.
La Caleta
Am Ort La Caleta gibt es eine Linke, die am Besten bei Flut, Wind aus südlicher Richtung und Hightide funktioniert.
San Juan
Zwei km nordöstlich von La Caleta gibt es den Reefbreak "San Juan". Hier gibt es eine lange Linke und ein kurze Rechte zu fahren. Wenn es woanders flat ist, kann man hier eine surfbare Welle finden. Beste Windrichtung ist Süd und man sollte ebenfalls nur bei Hightide surfen.
Arrieta
Arieta ist ein kleines Dörfchen im Nordosten der Insel und hat im Süden des Ortes einen kleinen Strand. Ihr müsst von Süden kommend direkt nach der Tankstelle euch rechts halten.
Der Strand (Playa de la garita) ist recht klein und etwas weiter südlich liegen Steine im Wasser, die überflutet werden. Der Spot ist an sich aber nicht gefährlich.
Da der Strand im Nordosten liegt, kriegt er an vielen Tagen surfbaren Swell ab. Vor allem, wenn es im Norden und Westen zu groß wird. Außerdem ist Arieta einer der wenigen Spots, die häufig verschont bleiben vom starken Nordostpassat bzw. der Wind dreht hier sogar auf ablandig.
Ein weiterer Vorteil ist der Steg. Wer zu faul ist zum Paddeln läuft ein paar Schritte und springt hinter die Brandung.
Im Ort selbst gibt es neben ein paar Privatunterkünften nicht viel zu sehen.
Punta Mujeres
Reefbreak, wenn es in Jameos del Agua zu groß bzw. in Arrieta zu klein ist. Ablandig weht es aus west.
Jameos del agua
Dieser Ort wäre mehr etwas für Kulturliebhaber. Denkt man, ist aber falsch. Etwa 700 m südöstlich des Parkplatzes für eine Schotterpiste zu einem linken Pointbreak von hervorragender Qualität. Vor allem wenn es groß ist aus dem Westen. Es gibt viele Sektionen, es kann aber trotzdem sehr voll werden. Ablandig weht es aus West.
Orzola
Der Playa de la Canteria liegt etwa 1km westlich von Orzola an der Nordküste Lanzarotes. Der Strand ist über eine Schotterpiste erreichbar und bietet an vielen Tagen hervorragende Bedingungen, die an sehr guten Tagen von Locals vehement verteidigt werden. Der Strand ist hervorragend geschützt gegen Winde aus dem Westen und Süden.
In Orzola selbst gibt es ein paar billige Unterkünfte und Bars. Von Orzola aus gibt es eine Fähre nach La Graciosa, eine vorgelagerte Insel. Die Hin- und zurück etwa 10 € kostet.
La Graciosa
Graciosa selbst hat sehr viele Strände und Riffe zum Surfen. Mit der Fähre kommt man in Caleta de Sebo (ca. 600 Einwohner) an. Es gibt auf der Isel keine Autos zu leihen, so das man die Spots zu Fuss erkunden muss. Von Caleta de Sebo bis zur Westküste sind es etwa 2 Km.
La Santa und angrenzender Bereich
Zwischen La Santa und La Santa Sport, einem riesigen Sportzentrum im Westen der Insel, gibt es mehrere hervorragende Reefbreaks, die nichts für Anfänger sind. An großen Tagen sieht man viele Surfer mit Helm. Alle Spots sollten eher bei höherem Wasserstand gesurft werden.
El Quemao: kurze sucky left, ablandiger Wind aus Ost
Morro Negro: Rechte, die sehr großen Swell halten kann, ablander Wind aus Südost
Boca del Abajo: beste Windrichtung ist Süd, es ist eine Rechte, zu der man sehr einfach paadeln kann
Caleta de Cabello: gute aber gefährliche Left, ablandig weht es aus Süd
El Golfo
Dieser Ort ist aufgrund der Lagune ein Touristenmagnet. Bei großem Swell und Niedrigwasser kann man hier aber viel Spaß haben. Der Spot ist aufgrund des Vulkankraters, der in umrundet sehr windgeschützt. Optimale Windrichtung ist Ost. Achtung: es gibt ein paar unattraktive Felsen im Untergrund
Playa de Janubio
Im Südwesten der Insel. Es wechseln sich Sand, Riff und Felsen ab. Ablandig weht es aus Ost. Aufgrund der Felsen etwas tückisch.

