
Fuerteventura ist für europäische Surfer ein echtes Muss. Die Vielfalt der Spots und Swellhöhen sprechen für diese Kanareninsel.
Der Northshore von Fuerteventura erstreckt sich über die gesamte Nordküste von Fuerteventura, also östlich und westlich von Corralejo und bietet die meisten Spots der Insel.
La Pared
La Pared hat einen Beachbreak und nur an wenigen Tagen gibt es von der Wellenhöhe her gesehen keine surfbare Welle. Im Sommer kann so eine wellenfreie Periode im Norden der Insel manchmal ein paar Tage andauern. Das Flair des Strandes mit den Klippen und der Lage gen Westen sorgt für richtige Stimmung. Zum Glück ist es selten überfüllt.
Für Anfänger ist der Spot aufgrund des sandigen Untergrundes und der Wellensicherheit ein Top-Tipp. Allerdings bietet der Spot nur an wenigen Tagen gute bis hervorragende Bedingungen für fortgeschrittene Surfer. Der vor allem im Sommer stark wehende Nordostpassat dreht an der Westküste meist auf Nordwest und sorgt für Sideshore-Winde, die den Spot zerblasen. Im Winter ist es windstiller und manchmal weht es auch leicht ablandig. Problematisch sind auch die Sandbänke, die sich sehr häufig verändern, in der letzten Zeit ins Negative. Seit einigen Jahren gibt es keinen richtigen Kanal mehr.
Nach La Pared kommt ihr, wenn ihr ca. 1km nördlich der Costa Calma die Landstraße Richtung Westen nehmt und etwa 5 km Richtung Pajara fahrt. Im Ort gibt es das Waveguru-Surfcamp.
Playa del Garcey
Fährt man von La Pared aus Richtung Pajara zweigt etwa 2km vor Pajara bzw. kurz vor der Abzweigung nach Ajuy eine Schotterpiste ab, die man etwa 15km fahren muss. Der Strand ist oft von Zigeunern bevölkert. Die Wellen sind ganz interessant, allerdings verträgt der Spot keine großen Swells. Viel interessanter ist das große Kreuzfahrtschiff, dass hier vor der Küste auf Grund gelaufen ist und langsam verrostet. Bei Niedrigwasser kann man fast zu Fuss bis zum Schiff laufen.
Jandia
In dem Touristenort Jandia läuft bei großem Swell aus West bzw. bei Südswell eine klasse Rechte. Direkt am Leuchtturm ist ein hervorragender Beachbreak, der meist bei niedrigem Wasser am besten funzt. Wenn der Spot läuft ist er mit Sicherheit einer der Besten der Insel.
Punte del Tigre
Der Spot liegt östlich vom Leuchtturm am Punta de Jandia und läuft hervorragend, wenn der Swell aus Nord und West sehr groß ist und der Wind aus Nordost bläst. Der Untergrund ist ein Lavariff mit Felsen. Man sieht hier selten Surfer, da der Spot aufgrund der Felsen schwer zu fahren ist. Auch der Spot direkt unterhalb des Leuchtturms hat ähnliche Bedingungen. Hier sollte man zusätzlich auf starke Strömungen acht geben. Bei großem Südswell sind die Spots nicht empfehlenswert. Der Spot ist nach ca. 18 km über eine Schotterpiste von Morro Jable aus zu erreichen. Die Schotterpiste beginnt kurz vor dem Hafen des Ortes.
Las Salinas
Der Spot liegt etwa 2km vor Punta del Tigre. Man kann die Welle von der "Hauptschotterpiste" aus sehen und über einen Nebenweg (etwa 500m bis zum Wasser) erreichen.
Die Welle bricht ebenfalls über ein Lavariff. Ein Ausflug lohnt sich ebenfalls wie bei Punta de Tigre, wenn der Swell im Westen und Norden zu groß wird.
Cofete
Der Ort ist ein echtes Highlight und vor allem schwer erreichbar. Man muss von Morro Jable etwa 30 km Schotterpiste der übelsten Sorte über ein Bergmassiv zurücklegen. Der Ausblick vom Berg auf den fast 20km langen Strand ist allerdings fantastisch. Man kann bis zum Ort (besteht aus ein paar Hütten) fahren. Camping ist zwar verboten, allerdings in den Dünen sehr gut möglich. Für einen Tagesausflug zum Surfen lohnt sich der Aufwand weniger, da die Tagesbedingungen hier ähnlich sind, wie an den anderen Spots an der Westküste, wie z.B. La Pared, den man mit deutlich weniger Aufwand erreicht. Außerdem ist der Strand aufgrund vieler ablandiger Strömungen sehr tückisch.
El Cotillo
Der Ort El Cotillo liegt etwa 20km westlich von Corralejo. Viele Surfschulen aus Corralejo bringen hier Anfängern das Surfen bei und dafür ist der Spot aufgrund des Sandes auch ideal. Einzelne Felsen teilen den Strand in mehrere Abschnitte.
Der Spot funktioniert auch oft im Sommer, wenn der NO-Passat mehr aus Ost als aus Nord bläst, denn dann bläst es ablandig. Allerdings produzieren die Sandbänke viel close out und Shorebreaks und im Sommer lässt der Swell manchmal auf sich warten, obwohl in La Pared im Süden der Insel eine surfbare Welle läuft.
Die Northshore-Spots
Da die Spots den gleichen Bedingungen unterliegen, wird hier nicht jeder Spot im Detail behandelt. Bis auf Flagbeach geht alles über Riff. Ablandig weht es bei allen Spots aus südlicher Richtung. Swell ist bis auf ein paar Sommertage auch immer da. Allerdings auch bei starkem NO-Passat, wie in den Sommermonaten meist üblich, oftmals zerblasen. Der Swell wird i.d.R. schwächer umso östlicher der Surfspot liegt. Die Spots westlich von Corralejo sind für Anfänger auf keinen Fall geeignet. Booties sind sehr nützlich, da die Riffe scharf sind und auch Seeigel oft zu finden sind. Viele Spots laufen am Besten bei Flut bzw. ausschließlich bei Flut. Kurz vor dem Hafen von Corralejo führt eine Schotterpiste den Northshore entlang nach Westen. Schaut einfach mal, wo Wellenreiter im Wasser sind. In Corralejo bzw. in dem Vorort Villaverde gibt es das Quiksilver-Surfcamp (ehemals Quiksilver Surfcamp).
Zum Quiksilver Surfcamp am Northshore
Östlich von Corralejo liegt der Dünenstrand. Bei der Windsurfstation ( Flagbeach ) und bei den RIU-Hotels muss man sich die Wellen anschauen. Allerdings muss der Swell groß sein, bzw. aus nördlicher Richtung kommen. Optimale Windrichtung ist hier West. Ein paar Felsen liegen auch immer wieder dazwischen, sind aber gut sichtbar.
3km südlich der Hotels liegt in einer Bucht noch der Spot Glassbeach . Bedingungen sind wie beim Flagbeach, ebenfalls auch mit kleinen Riffen. Swell ist allerdings sehr selten.
In Corralejo gibt es auch Spots. Zu nennen ist vor allem Rocky Point beim Magic Life Club. Der Name ist Programm. Aber wenn die Welle läuft, dann hat man eine saubere Rechte. Allerdings muss man mit Booties über ein paar Meter Riff laufen, bevor man das Vergnügen hat.
Weiterhin gibt es Muelle, westlich (links) von der Hafenmauer. Dies ist ein Reefbreak/Pointbreak mit einigen größeren Felsen im Untergrund, die man einmal bei Niedrigwasser gesehen haben sollte. Hier laufen sehr gute Linke. Außerdem ist der Bereich windgeschützter als andere Spots.
Am Anfang der Schotterpiste zum westlichen Northshore an einem kleinen Gebäude liegt "Bristol ". Geht auch über Riff und bringt tolle Wellen. Der Untergrund ist aber auch bei Hochwasser teilweise sehr nah an der Wasseroberfläche.
Etwa einen Kilometer weiter liegt Generoso . Das Teil ballert bei Südwind eine hervorragende Linke raus. Allerdings sind die Strömungen heftig und es zieht einen meist in die impact zone.
Weiter im Westen, ca. 2km vor Majanicho liegt Mejillones . Eine kleine Bucht, die sehr beliebt ist bei Locals.
Majanicho ist ein kleiner Fischerort an einer Bucht. Das Riff liegt nahe der Wasseroberfläche. Nur bei größeren Swells läuft hier etwas.
Sehr beliebt sind auch die Spots Hierro und Bubbles , die etwa 2km westlich von Majanicho liegen. Anfänger haben hier überhaupt nichts zu suchen. Die Riffe liegen dicht unter der Wasseroberfläche.
Lobos
Lobos ist eine ehemalige Robbeninsel, die gern von erfahrenen Surfern aufgesucht wird. Diese verdammt gute Rechte über ein Lavariff zählt mit Sicherheit zu den besten Wellen Europs und verträgt auch größeren Swell. An guten Tagen kann man sehr lange Ritte haben.
Problem ist allerdings das Hinkommen. Ihr sprecht am besten einen Skipper im Hafen von Corralejo an, der euch für ein bischen Kleingeld mit seinem Boot direkt im Spot absetzt und nach ein paar Stunden auch wieder abholt.
Puerto del Rosario
Südlich des Ortes (an der Autobahn Richtung Flughafen) gibt es einen etwa 1km langen Sandstrand beim Parador Nacional, einem staatlich geführten Hotel. Swell ist hier allerdings selten. Ist es aber an der Westküste und auch an der Nordküste zu groß, sollte man hier vorbei schauen, bevor man gar nichts macht.







