




Das Baskenland ist unterteilt in einen französischen Bereich und einen spanischen Bereich. Der spanische Teil genießt einen gewissen Autonomiestatus. Die Unabhängigskeitsbewegung ist sehr stark ausgeprägt. Allerdings hat die IRA, die separatistische Terrorgruppe sehr viel an Rückhalt in der Bevölkerung eingebüsst. Das Baskenland ist daher recht sicher zu bereisen.
Das Surfen im Baskenland genießt einen sehr hohen Stellenwert. Hier sind viele Cracks auf dem Wasser zu finden. An guten Tagen ist es immer crowded und die Locals können einem sehr gut das Gefühl geben, dass man unerwünscht ist.
Aufgrund der Ausrichtung der Küste funktionieren die meisten Spots nur richtig gut bei Winden aus S, SO oder SW.
Die Küste des Baskenlandes besteht zu großen Teilen aus Steilküste. Die Orte, meist ehemalige Fischerdörfchen sind historisch an Flussmündungen gewachsen. Die Flüsse haben im Laufe der Jahrtausende einige schöne Sandstrände abgelagert.
San Sebastian
Die Stadt hat zwei Stadtstrände. Der Größere von Beiden ist der Playa de la Concha. Allerdings ist die große Strandbucht vor Swell recht gut geschützt und nur an wenigen Tagen plätschert eine kleine surfbare Welle.
Der Playa Zurriola (oder auch Playa de Gros) dagegen ist der Surfstrand, der gegen Wind sehr gut geschützt ist und auch immer recht guten Swell abbekommt. Leider wird es verdammt voll bei guten Bedingungen und die Locals werden etwas aggressiver. Auch mit Parkmöglichkeiten sieht es etwas beschränkt aus.
Am Wochenende kann man in San Sebastian sehr gut abfeiern. Die Altstadt bietet um den Plaza de la Constitucion viele nette Kneipen. Für die Party kann man sich direkt an den Strandduschen präparieren.
Orio
Am Ort gibt es eine kleine Flussmündung. Bei Großem Swell bricht die Welle bei Niedrigwasser in die Mündung hinein.
Zarrautz
Zarrautz ist ein Seebad im Baskenland, etwa 10 km westlich von San Sebastian. Es gibt einen etwa 3 km langen Strand mit Promenade. Am Ortsrand gibt es einen Campingplatz. Im Ort gibt es einige günstige Pensionen, Privatunterkünfte, Bars und natürlich auch Surfschulen. Parken kann man in der Nähe der Promenade, die auch einen kleinen Skatepark bietet.
Bei Wind aus Süd bläst es ablandig. I.d.R. läuft es bei Hochwasser besser. Durch die vielen Lichter der Strandpromenade kann man auch bei Nacht noch einen Surf haben.
Laida
Dieser Strand liegt ca. 2km östlich von der Flussmündung des Rio Guernika bei Mundaka. Der Strand ist ca. 600m breit und sehr idyllisch gelegen. Felswände schützen etwas gegen den Wind aus West und Ost.
Mundaka
Der Ort Mundaka liegt ziemlich genau mittig zwischen Bilbao und San Sebastian im Baskenland. Ab Ende September bis Ende Mai ist Saison in Mundaka. Dann, wenn der Swell wieder größer wird, bricht diese Linke, die einem lange Ritte und Muskelkater in den Beinen verschaffen kann. Wenn der Swell klein ist, braucht man den Ort nicht wirklich aufsuchen, weil dann gar nichts läuft.
Die Welle gilt als längste Linke Europas und hat einige hohle Sections. Für Anfänger ist die eigentliche Welle von Mundaka nichts, aber man sollte es sich mal anschauen, z.B. von der Anhöhe des Campingplatzes aus. Die Welle bricht in das Flussdelta des Rio Gernika. Bei flachem Wasser sind die Bedingungen am Besten. Man kann dann den Flussstrom auch als Lift zum Rauspaddeln benutzen. Man sollte die Strömung aber nicht unterschätzen. Die Windrichtung für ablandigen Wind ist aus Süd.
Im Ort findet Ihr mehrere Surfshops, Shaper, etc. Es lohnt sich auch mal nach einem neuen Brett zu schauen.
Um auf die andere Seite der Sandbank zu kommen müsst ihr erst dann Fluss bis Guernika fahren und dann auf der anderen Seite wieder hoch. Oder ihr nehmt die Fähre ab Mundaka. Hier können auch Anfänger und Aufsteiger wieder gut und sicher surfen.
Orrua
Ein echt fieses Ding, weil es hier richtig gut laufen kann, aber auch richtig gefährlich ist, da die Wellen über Felsen brechen. Der Spot wird bei den Locals auch Roca Puta genannt. Großer Swell wird hier ausgehalten. Der Wind kommt aus SO ablandig.
Zumaya
Kleiner Strand in der Nähe des Hafens mit einer schönen Rechten.
Bakio
Der Ort Bakio ist ein kleines Fischerstädtchen mit einer etwa 1 km breiten Strandbucht. Der Wind weht hier leider nur meist recht stark aus Nord bzw. West, was sehr ärgerlich ist, da der Strand nach Norden ausgerichtet ist. Parken ist direkt am Strand möglich. Es lohnt sich auf jeden Fall mal vorbei zu schauen. Bei guten Bedingungen aber oftmals crowded. Häufig findet man hier auch eine surfbare Welle, wenn es an anderen Spots, wie z.B. Mundaka, flat ist. Die besten Sandbänke befinden sich im Bereich der Bachmündung.
Menakoz
Menokoz liegt ein paar Kilometer östlich von Bilbao zwischen Sopelana und Plentzia und ist einer der besten Big Wave Spots Europas. Hier können bis zu 7m hohe Wellen abgeritten werden. Der Weg zum Spot ist allerdings beschwerlich. Die letzten 1,5 km muss man über einen steinigen Weg stiefeln. Die Welle ist aber von der Straße gut einsehbar.
Der Spot ist ein Reefbreak und bietet eine klasse Rechte bei einer optimalen Windrichtung aus Südost. Aber auch die Linke ist nicht zu verachten. Im Sommer ist Menakoz meist komplett flat.
Sopelana
Der Ort bietet einen fast 5km langen Sandstrand mit mehreren guten Sandbänken (jahresabhängig). Diese halten auch schon mal größere Wellen aus. Der Spot ist bei jeder Tide surfbar. Trotz der Länge des Strandes kann es voll werden. In der Mitte des Strandes gibt es einen felsigen Bereich (el sitio) mit einigen guten Linken. Die optimale Windrichtung ist Südost.
Punta Galea
Rechter Pointbreak, allerdings nur für sehr erfahrene Surfer. Der Einstieg ist schwierig. Der Spot hält an sich jede Wellengröße, aber ab 4m wird´s auf jedenfall richtig lebengefährlich, da sich einige Felsen in der Nähe befinden.
La Arena
Westlich von Bilbao gelegener Beachbreak mit verschmutztem Wasser, aber einer netten Atmosphäre. Beste Windrichtung ist Südost.