



Region Minho und Douro - nördlich und südlich von Porto - ist ein hervorragendes Revier zum Wellenreiten. Diese Region gleicht hinsichtlich Geographie und Kultur sehr stark dem spanischen Galicien. Vor allem im nördlichen Bereich schneiden sich die Fjorde tief in das Landesinnere. So abwechslungreich die Küste ist, desto vielfältiger sind auch die Spots. Diese Aussage trifft auch auf diese Region zu. Allerdings: es gibt viel Wind, meist aus Nord oder Nordwest und weite Bereiche der Küste bestehen aus Stränden, denen Felsen vorgelagert sind.
Die Windrichtung für Offshore ist für fast alle Spots Ost. Sollte dies anders sein, ist es im Text vermerkt.
Moledo
Der Ort mit einem kleinen Fort liegt südlich der Mündung des Minho. Dem Grenzfluss zwischen Spanien und Portugal. Es gibt einen Beachbreak, der sowohl bei Wellenreitern als auch bei Windsurfern sehr beliebt ist.
Vila Praia de Ancora
Netter Strand an einer Flussmündung. Der Strand ist nach Südwest ausgerichtet, daher bläst es aus NO ablandig. Der Ort selbst ist ein etwas größeres, aber nicht unbedingt schönes Fischerstädtchen.
Afife
Dieser Beachbreak, der bei jeder Tide surfbar ist, bekommt an diesem Küstenabschnitt wohl am konstantesten Swell. Wenn es anderswo flat ist, sollte man hier vorbei schauen. Von der Hauptstraße führt eine Stichstraße zum Strand, wo es ein paar Restaurants und einen Parkplatz gibt. Zum Wellenreiten muss man ca. 400m nach Süden laufen, da auf der Höhe des Parkplatzes dicke Felsen mitten in der Brandung stehen.
Viana do Castelo
Der Ort hat sich mit dem Jahren zu einer kleinen Touristenhochburg mit allen möglichen Einrichtungen gemausert. Der Ort ist auf jeden Fall einen Besuch wert. Der Strand liegt auf der Südseite des Flusses. Es gibt direkt zwischen Fluss/Hafen einen Parkplatz. Direkt am Parkplatz ist der Kite- und Windsurferstrand. Man sollte schon einen km Richtung Süden (Dünen) laufen, um seine Ruhe zu haben. Der nördliche Strandbereich ist durch eine Mole gegen Wind, aber auch gegen größere Wellen geschützt.
Agouacadora
Wie Afife bekommt auch dieser Spot immer ordentlich Swell ab. Sollte es woanders flat sein, lohnt ein Besuch hier.
Esposende
Kleinstadt mit etwas touristischem Flair und zahlreichen Stränden in der Umgebung, unterbrochen durch eine Flussmündung. es lohnt sich mal vorbeizuschauen.
Vila do Conde
Ähnlich wie Afife. Hier sind sehr viele Windsurfer unterwegs, da es verdammt windig ist. Es gibt viele Felsen hier im Wasser. Vila do Conde ist ein Urlaubsort. Nördlich daran grenzt die portugiesische und hässliche Touristenhochburg Porvoa Varzim.
Azurara
Im Gegensatz zu Vila de Conde ist dieser Strand etwas nach Süden ausgerichtet. Sonst sind beide sehr gleich.
Leca
Etwa 12 km nördlich des Zentrums befindet sich dieser Spot mit konstanten Wellen. Hier wird es schnell voll
Matosinhos
Der Beachbreak nördlich von Porto ist nur interessant bei großem Swell und Niedrigwasser. Wenn es an anderen Spots zu groß ist, wird man hier fündig. Das Wasser ist relativ dreckig.
Luz
Bricht über Felsen. Es gibt auch einen kleinen Pointbreak. Allerdings muss der Swell schon größer sein, damit etwas funzt.
Barra de Douro
Direkt an der nördlichen Flussmündung befindet sich dieser Spot, der wenn er großen Swell abbekommt hervorragend laufen kann.
Von Porto über Espinho bis Furadouro
An diesem Küstenabschnitt gibt es hervorragende Spots mit perfekten und auch großen Wellen, wie z.B. in Espinho, dem Bigwavespot des Küstenabschnitts. Wenn Ihr von Porto nach Espinho fahrt, könnt Ihr fast die ganze Zeit am Wasser entlang fahren.
Problem ist allerdings, dass an vielen Stellen Felsen im Untergrund liegen. Schaut euch genau an, was die Locals machen, d.h. nur dort Surfen, wo auch andere im Wasser sind. Viele der Spots funktionieren auch nur bei Ebbe bzw. Mid Tide. Es sind sehr viele Boogieboarder unterwegs.
Tip: Etwas südlich der Flußmündung des Douro (ca. 5km) gibt es die Surfschule "Malibu" (kurz vor dem Campingplatz). Hier hat man bei ablaufendem Wasser sehr gute Bedingungen. Ein anderer sicherer Ort zum Surfen ist der Spot playa Atlantico (ca. 10 km südlich der Flussmündung) am Restaurant Atlantico.