
Die meisten Surfspots von Mexiko findet man an der Pazifikküste. Auf der karibischen Seite ist Surfen meist nur möglich nach Wirbelstürmen möglich. Das Zeitfenster für brauchbaren Swell ist demnach kurz.
Die beste Reisezeit ist vor allem von November bis Mai, da dann vor allem im südlichen Mexiko Trockenzeit ist. Diese trockene Zeit ist vor allem auch durch geringe Windgeschwindigkeiten gekennzeichnet. Die höchsten Wellen kommen allerdings in der Sommerhälfte.
Baja California ist das ganze Jahr über sehr trocken. Der Norden der Halbinsel kann im Winter aber recht kühl werden. Ab der Südspitze von Baja California werden die Wassertemperaturen tropisch warm und steigen bis auf 27°C. Im Süden Mexikos schwankt die Wassertemperatur über das Jahr hinweg kaum noch. Lycra und Shorties sind hier völlig ausreichend.
Huatalco
Der Begriff Huatalco umschreibt keinen Ort, sondern eher eine Region mit mehreren Buchten und vielen Luxushotels. Zwei Orte mit etwas touristischer Infrastruktur dominieren Huatalco: Crucecita und Santa Cruz de Huatalco. Es gibt diverse befriedigende bis gute Reef-, Point- und Beachbreaks.
Kommt man auf der MEX200 von Puerto Angel, dann führt kurz vor Huatalco eine Piste rechts ab entlang des Rio Coyula zu einem Strand mit verschieden Reefbreaks und auch sandigen Sektionen, die allerdings, wie so oft in der Gegend, sehr ufernah brechen. In der Bahia Tongalunda findet man einen rechten Pointbreak bei Playa Manzanilla. Der Spot wird gern gesurft. Konstante Wellen findet man am Playa Chahue und am Playa Bahia Santa Cruz.
Zipolite
Das Dorf Zipolite liegt etwa 15km westlich von Puerto Angel. Der Ort hat einen hervorragenden Strand mit Palmen, der surftechnisch allerdings nicht wirklich viel zu bieten hat. Die Welle bricht kurz vor dem Strand und ist meist close out. Auf der Küstenstrecke weiter nach Puerto Angel gibt es viele weitere zahlreiche Strände, die aber ähnliche Bedingungen aufweisen. Teilweise sind die Spots von der Straße aus einsehbar. In der Nähe von Zipolite gibt es eine Krokodilfarm und ein Hort für Meeresschildkröten. Die Küstenstraße von Zipolite nach Puerto Angel sollte man nicht im Dunkeln fahren, da die Straßenverhältnisse katastrophal sind und auch Banditen in der Nacht die Strecke kontrollieren.
Puerto Escondido
Der Ost ist noch ein echter Geheimtipp für Touristen und Surfer. Zicatela ist der südliche Strand des Ortes und weltbekannt für seine tubige Welle, die ungebremst über flachem, sandigem Untergrund bricht. Die Welle bricht sehr konstant und ist nur etwas für sehr erfahrene Surfer. Die am meisten gesurften Boards sind Guns. Ein paar 100m weiter südlich Richtung la Punta gibt es einzelne Bereiche, an denen auch Anfänger surfen können. Die Bedingungen sind hier aber meist Close out.
Auch nördlich des Ortes gibt es Strände, an denen die Bedingungen zum Surfen allerdings eher schlecht als recht sind. Die Wellen brechen i.d.R. Close out kurz vor dem Strand.
Puerto Escondido bietet zahlreiche sehr günstige Hotels und Restaurants, man kann sehr gut und günstig abhängen. Surfshops gibt es alle 50m.
Chacahua
Der Ort liegt an einer Lagune und an einem langgezogenen Strand, der bei größerem Swell nette Bedingungen liefern kann. Der Strand am Ortsbereich steht allerdings unter Naturschutz. Erreichbar ist der Ort nur über eine etwa 25km lange Offroad-Piste, die von der MEX200 abzweigt. Oftmals wird der Spot von vielen Portalen und Reiseführern empfohlen. Allerdings lohnt es sich nicht wirklich.
Acapulco
Wenn man sich auf der MEX200 von Süden an dffer Küstenstraße entlang sich
Acapulco nähert, dann kommt man an mehreren Stränden vorbei, an denen sich allerdings zahlreiche Luxushotels entlang ziehen. Zuerst kommt der Playa Bonfil, direkt am Flughafen, dann Punto Muerto und Playa Princess. Die Strände bieten gute Bedingungen, die Wellen brechen relativ weit draußen im Meer. Wenn es größer wird, dann wird es aber oft Close Out. Dann sollte man allerdings weiter Richtung Acapulco zum Playa Revolcadero fahren, der etwas größeren Swell in saubere Wellen verarbeiten kann.
Zihuantanejo
Der Ort Zihuantanejo ist wie Ixtapa ein größerer Touristenort, allerdings nicht auf dem Reißbrett entstanden und bietet daher deutlich mehr Atmosphäre. Am Südostlichen Ende von Zihua gibt es den Playa de las Gatas, den man am besten per Boot vom Hafen erreicht, oder sich aber zu Fuß über Felsen lang schlängelt. Der Strand liegt fast am Ende der Bucht und ist durch ein künstliches Riff ein Paradies für Schnorchler. Es gibt mehrere Bars am Strand. Ein Ausflug lohnt sich auf jeden Fall. Geht man Richtung Buchtende, dann sieht man auch das Riff, dass eine schöne Linke bilden kann. Allerdings muss der Swell schon größer sein.
Ixtapa
Nördlich von Zihuantanejo liegt Ixtapa, ein auf dem Reißbrett entstandener Urlaubsort, ähnlich Miami Beach. Mehrstöckige Luxushotels säumen die Strandpromenade.
Richtung Norden führt eine Straße um die Stadt herum und endet am Playa Linda, dem wohl besten Surfspot bei Ixtapa. Eine kleine Landzunge schafft einen Pointbreak und sorgt für hervorragende Rechte und Linke, die über Sand und flache Steine brechen. Die Welle ist nicht sehr steil, daher ist man mit einem Longboard sehr gut bedient, auch bei größeren Wellen, die der Spot sehr gut verträgt.
Direkt im Ort gibt es die langgezogene Playa Escolleras, die in der Mitte beim Delphinarium auch konstante Wellen bietet. Allerdings lassen die Sandbänke die Wellen meist Close Out brechen. Nur selten werden durch die starken Strömungen in Strandnähe gute Sandbänke geformt. In Ixtapa gibt es 2 Surfshops.
Troncones
Der Ort Troncones liegt etwa 25 km nördlich von Ixtapa und hat einen etwa 5km langen Strand mit ein paar sehr einfachen Restaurants und Unterkünften. Hier machen eher Mexikaner Urlaub. Es gibt 2 Surfcamps und einen Surfshop. Die Wellen am Strand sind leider oftmals Close out. Vereinzelt gibt es kleine Felsen unter Wasser.
San Juan
Am Punta la Playa kann man bei größerem Swell tolle Tage haben. Weiter südlich direkt am Ort gibt es verschiedene Beachbreaks von ähnlicher Qualität, die aber auch schon bei kleinerem Swell funktionieren. In San Juan gibt es auch ein Surfcamp.
Etwa 15km südlich von San Juan liegt La Ticla, ein schwer über eine Offroad-Piste zu erreichender Beachbreak, der bei jede Swellgröße sehr gute Bedingungen liefert. Allerdings kam es in den letzten Jahren dort immer wieder zu Überfällen.
Boca de Apisa
Der Beachbreak liegt an einer Flussmündung etwa 20km vor Tecoman und bietet ganz vernünftige Bedingungen.
Tecoman
Diese Stadt mit etwa 100.000 Einwohnern liegt etwa 20km im Inland an einer recht feuchten, sumpfigen und von Lagunen durchzogenen Gegend. Normalerweise findet man hier eher keine ausländischen Touristen. In der Lagunenlandschaft findet man einige brauchbare Surfspots. Zu nennen ist vor allem die hohle und sehr steile Welle von Pascuales oder El Paraiso, ein gut geformter A-Frame. Nördlich von El Paraiso gibt es noch Cuyutlan, ein sehr schlechter Beach Break mit fiesem Shorebreak.
Cabo San Lucas
Cabo San Lucas ist einer der wichtigsten Urlaubsorte Mexikos. Die Besucher kommen vor allem aus den USA. Cabo San Lucas liegt ziemlich genau an der Südspitze, daher muss ein Swell aus Nord schon groß sein, damit die hauptächlich östlich liegenden Spots Welle bekommen. Monuments ist ein recht konstanter Pointbreak der hervorragende Linke produziert. Backwash ist eher unspekatkulär und meist Close Out.
Punta Palmilla und Costa Azul
Die beiden Bereiche sind durch den Ort San Joese del Cabo touristisch gut erschlossen und bieten in insgesamt 5 Buchten verschiedene Spots unterschiedlicher Güte über Sand und Riff. Weiter östlich gibt es weitere Spots wie Shipwrecks am Punta Gorda oder das nördlicher gelegenere Nine Plams. Allerdings benötigen diese Spots deutlich größeren Swell.
Migrino
Nördlich von Cabo San Lucas findet man diese Rechte an diesem wenig besuchten einem Pointbreak. Südlich davon findet man den Playa Legues.
Pescadero und Cerritos
Die beiden Spots liegen nicht weit auseinander. Cerritos ist der südliche der beiden Spots und bietet nette Pointbreaks für Longboardfahrer, während Pescadero ein Beachbreak mit vorgelagerten Riffen ist, die steile Wellen aufbauen können.
Todos Santos
In dem kleinen Aussteiger- und Künstlerdorf gibt es ein ganz attraktiven Beach Break „Palm Beach“.




