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07.01.2009 :: letzte Änderung am 4.03.2007 :: Druckversion
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Surfspots dominikanische Republik

Wer das Land schon mal bereist hat, wird feststellen, dass man in der Dominikanischen Republik auch Wellenreiten kann. Allerdings ist diese Sportart bei den Einheimischen sehr wenig verbreitet und auch wenige Surfer aus dem Ausland wählen die Dominikanische Republik als Ziel ihres Surftrips. Dies liegt daran, dass andere Länder wie Costa Rica, Mexico oder Puerto Rico bessere Surfspots aufweisen. Zudem weht an der Nordküste pünktlich ab mittag, vor alle bei Cabarete ein Sideshorewind, der das ganze Set zerbläst. Weiterhin sind die tollen Sandstrände umringt von Korallenriffen, die z.T. über einen Kilometer vom Land entfernt liegen und die Wellen bremsen. Auch die Riffe produzieren nicht immer die besten Wellen.
Die Nordküste erhält den besten Swell in den Monaten von November bis März. Der Wind ist vor allem im Dezember schwach. Die Südküste erhält weniger Swell. Am Dicksten wird es von August bis Oktober, wenn die tropischen Wirbelstürme durch die Karibik toben.
Trotzdem kommen doch immer wieder Wellenreiter in die Dom.Rep, weil die Unterkunft und Verpflegung sehr günstig ist, das Wasser und das Klima ganzjährig warm ist und weil man vor allem in der Surferhochburg Cabarete sehr gut Wellenreiten mit Windsurfen und Kitesurfen kombinieren kann.

Cabarete
In Cabarete direkt ist, auch wenn viele es schreiben, mit Wellenreiten kaum etwas zu holen. Zum 800m entfernten Riff am Hauptstrand paddelt keine Sau raus, viel zu weit und viel zu viel Kiter und Windsurfer. Ist es groß bricht ein Shorebreak auf den Strand, der aber nicht wirklich surfbar ist. Auch der westlich gelegene Bozo Beach ist in der Hand der Kiter. Östlich vom Hauptstrand gibt es einen Surfstrand bei der Polizei. Auf ca. 200m Breite gibt es nur Sand und das Außenriff ist durchbrochen. Dort ist selten etwas los. Mehr gibt es in Cabarete nicht. Man fährt raus nach Encuentro.

Playa Encuentro
Der Strand liegt etwa 5 km westlich von Cabarete. An der Hauptstraße weißt ein kleines Schild auf Encuentro. Von der Hauptstraße müsst ihr noch 800m Piste fahren, dann kommt ihr bei einer Bar und einer Surfschule raus. Es gibt dort insgesamt 3 Schulen vor Ort. Direkt vor der Bar könnt ihr parken. Von dort aus geht ihr noch ca. 200m den Strand runter und dann seid ihr mitten drin im geschehen. Der Spot ist das konstanteste, was die Dom.Rep gesehen hat. Der Untergrund ist ein Riff, das sich aus Felsen, Steinen, Korallen und sehr vielen Seeigeln zusammen setzt, die gern auch durch Booties pieken. Also: Obacht. Der Spot verträgt auch noch Wellen bis 3m und produziert auch Tubes. Nervig ist nur, dass ab mittag starke Sideshorewinde einsetzen und den Spot zerblasen. Und das jeden Tag. Also: der frühe Vogel fängt den Wurm. Weiter westlich geht es über scharfe Korallenriffe.

Perla Marina
Hartnäckige meinen, hier könnte man Wellenreiten gehen. Geht auch, aber nicht wirklich gut. Die Stömung ist fies und die Wellen brechen an diesem Beachbreak teilweise über flache Felsen. Zudem gibt es noch eine Sektion mit Klippen. Lohnt sich nicht, aber für die ganz harten: Perla Marina liegt 2 km westlich von Encuentro.

Sosua
Das Riff von Sosua funzt nur bei größerem Swell und produziert dann aber gute Wellen. Ist aber nichts für Anfänger. Der Untergrund ist ein flaches Korallenriff.

Camino do Sol
Das Hotel Camino do Sol liegt zwischen Boca de Yasica und Cabarete. Der sehr weite Hotelstrand bietet einen waschechten Beachbreak eher schlechterer Kategorie. Das Wasser ist meist durch den Rio Yasica verschmutzt. Zu groß dürfen die Wellen nicht werden, sonst wird es Close Out.

Playa Grande
Für mich neben Encuentro und Cozon/Playa Bonita einer der Top-Surfspots. Nicht ganz so konstant wie Encuentro, aber mit schönen Wellen und es wird im Vergleich zu Encuentro nicht wirklich voll. Nur Sonntags kann es eng werden, wenn die Einheimischen aus dem benachbarten Rio San Juan (8km westlich von Playa Grande) kommen. Der Untergrund ist Sand, durchsetzt mit Felsen und Korallen. Nebenan liegt noch der Playa Preciosa.

Nagua
Kurz vor und kurz nach Nagua gibt es einige schöne Stände. Ich selbst war dort nicht draußen, habe aber einige wenige Surfer gesehen.

Playa Cozon/Playa Bonita
Die beiden Strände liegen auf der Halbinsel Samana bei Las Terrenas und sind zwei Beachbreaks mit toller Atmosphäre, aber leider nicht sehr konstant. Die Strände brauchen mindestens 1,5m Wellenhöhe und die Sandbänke müssen gut liegen. Leider verändert sich deren Lage täglich. Bonita hat auch viel Backwash. Am Playa Bonita kann man in einem Hotel Surfboards leihen.

Macao
Der Ort mit dem Beachbreak liegt etwa 15km entfernt von Bavaro und ist wirklich nicht schlecht. Selten sind Surfer im Wasser. Wellen müssen ein bischen höher als 1,5m sein. Es gibt viel Wind ab mittag. Ein Riff ist nicht vorgelagert.

La Boya/Santo Domingo:
Der Surfstrand der Hauptstadt. Ein netter, aber schmutziger Beachbreak mit vielen Boogieboardern. Hier ist alles im Wasser, was irgendwo eine Planke zum drauflegen gefunden hat.

Patos
Guter Pointbreak, etwa 60km westlich von Santo Domingo. Untergrund ist Sand mit flachen Felsen. Die Ströumung stört etwas. Aber auch für Anfänger gut geeignet.

Bildergalerie Dominikanische Republik

Strand beim Hotel Camino do Sol bei Cabarete
Playa Encuentro-Longboardwetter
Playa Encuentro-Seitenansicht
Playa Encuentro-heute ist´s mal fett
Playa Encuentro-morgens glassy
Playa Encuentro
Playa Grande-Local Surfer
Playa Grande
Playa Bonita bei Las Terrenas
Playa Magante bei Gaspar Hernandez

Kommentar zum Spotreport Dominikanische Republik

2 Kommentare
Kai schrieb am 12.06.2007 14:13 email

Fucking Seeigel, ich kann die Viecher auch nicht leiden. Wenn du blöd drauf latscht bringt nur ne Stahlplatte was ;-). In Encuentro war ich vor Jahren mal, da waren die Biester vor allem vorne am Strand -genau dort wo man laufen muss... von daher nehmt auf jeden Fall ne Pinzette mit.

Grüße,
Kai

Niels schrieb am 04.03.2007 21:30 email

kleiner Tipp für Encuentro gegen die Vielen Seeigel. Einfach noch ne Gummimatte in die Booties legen. Hilft wahre Wunder. Muss man sich nur erstmal dran gewöhnen.