
Dänemark zählt wie Deutschland nicht zu den Wellenreitparadiesen, da die geographischen Bedingungen ähnlich sind, d.h. es gibt hauptsächlich Windwelle /ab 4-5 Beaufort aus N, NW oder W) und die Jahreszeiten zum Wellenreiten sind hauptsächlich im kälteren Frühjahr, Herbst und Winter. Im Vergleich zu Deutschland gibt es aber im Norden Dänemarks doch ein paar Tage mehr, die Groundswell (auch an einigen Tagen im Sommer) an die Küste treiben. Die Zeitfenster für Wellen mit ablandigem Wind sind sehr kurz.
Auf jeden Fall ist Dänemark aufgrund der Nähe zu Deutschland eine echte Alternative. Unserer Meinung nach sind die Bedingungen rund um Klitmöller besser als auf Sylt, der besten Deutschen Region zum Wellenreiten. Im September findet in Klitmöller seit 10 Jahren der Soulwave statt. Hier trifft sich das Who is Who, vor allem der Deutschen Szene. Das Ganze ist mit viel Party angereichert und daher ein unbedingtes Muss für Deutsche Surfer.
Ein Hinweis noch zu Dänemark: die Dänische Wellenreiterfraktion ist ständig am Wachsen, allerdings ist Windsurfen immer noch beliebter. Daher freundet euch, egal wo Ihr seid, mit der Tatsache an, dass Ihr euch die Wellen mit einer Vielzahl an Windsurfern teilen müsst.
Die besten Spots liegen im nördlichen Bereich bei Klitmöller. Auch nördlich von Seeland, also die Seite zum Kattegat geht ab und an etwas. Allerdings muss es hier heftig blasen.
Klitmöller
Klitmöller (bei Hanstholm) selbst ist ein kleiner Ort, doch unter Wellenreitern mittlerweile sehr bekannt. Hier und in der näheren Umgebung läuft wahrscheinlich die beste dänische Welle. Ablandig kommt der Wind aus Süd. Das Muschelriff verkraftet auch größere Swells. Achtung: viele Windsurfer.
Bunkers
Südwestlich von "Klitte" liegt Bunkers, ein großer Strandabschnitt, der aufgrund seiner Ausrichtung auch Swell aus südlicher Richtung bekommen kann. Allerdings ist diese Swellrichtung sehr selten. Wie in Klitmöller gibt es auch hier ein Muschelriff, das großen Swell vertragen kann.
Vorupör
Ebenfalls südwestlich von Klittmöller mit ähnlichen Bedingungen.
Huide Sande
Eine ganz nette Welle an einem Strand, ca. 7 km südlich von Ringköbing.
Seeland
Hier muss es schon richtig aus Nord blasen, damit was kommt. Wer hier hinfährt, hat mit Sicherheit nicht das Ziel einen Surfurlaub zu verbringen. Allerdings sollte man sein board einpacken, wenn man länger verweilt. Nördlich von Kopenhagen gibt es mehrere Strände, wie z.B. Alogärde oder Smidstrop.