
Etwa 450 Kilometer vor der afrikanischen Kontinentküste auf Höhe des Senegals und ca. 1.500 Kilometer südlich der Kanarischen Inseln liegt der Archipel der Kapverden mit 9 bewohnten und 6 unbewohnten Inseln. Da die Inseln zwischen dem 14. und 17. Grad nördlicher Breite liegen, ist das Klima tropisch mit einer Tendenz zur ganzjährigen Dürre.
Die kapverdische Inselgruppe öffnet sich wie ein Hufeisen nach Westen. Mit nur 4.000 km² Fläche haben die Kapverden gerade mal die doppelte Landesfläche vom Saarland. Die größte Insel (991 km²) ist Santiago, die kleinste bewohnte ist Brava (64 km²).
Die Hauptstadt der Inselgruppe und des Staates Kapverdische Republik ist die Stadt Praia auf der Insel Santiago mit knapp 100.000 Einwohnern. Sie ist auch die größte Stadt der Kapverden.
Der Archipel ist unterteilt in die Barlavento-Inseln (dem Wind zugewendet, Luv) im Norden, wie Santo Antão, São Vicente, São Nicolau, Sal und Boavista, und die Sotavento-Inseln (dem Wind abwendet, Lee) im Süden wie Brava, Fogo, Santiago, Maio.
Die vom Massentourismus noch verschonten – allerdings zeichnet sich ab, dass der Massentourismus in wenigen Jahren Fuß fassen wird – kapverdischen Inseln bieten Besuchern das ganze Jahr über Sonne, gemildert durch eine frische Meeresbrise. Das Klima ist tropisch trocken. Weite Strände, Wassersport, eindrucksvolle Gebirge und einzigartige Musik sind das Aushängeschild der Kapverdischen Inseln.
Die kapverdische Republik ist politisch sicher und stabil und stark von der westlichen Kultur beeinflusst. Der überwiegende Teil der Bevölkerung sind Christen. Das Land gehört allerdings mit zu den ärmsten Ländern dieser Erde.
Lage: Atlantischer Ozean, Inselgruppe vor der Westafrikanischen Küste.
Offizieller Staatsname: Republik Kap Verde.
Hauptstadt: Praia (ca. 100.000 Einwohner)
Fläche: 4.033 km²
Einwohner: ca. 425.000
Bevölkerungsdichte: 105 Einwohner je km²
Amtssprache: Portugiesisch
Weitere Sprachen: Creol, Englisch und vereinzelt auch französisch
Staatsform: Republik/parlamentarische Demokratie seit 1975
Religion: 96 % Katholiken, Minderheiten: Anglikaner, Naturreligionen
Klima: ganzjähring sehr trocken und warm, keine ausgeprägten Regenzeiten
Währung: 1 Kap-Verde-Escudo (KEsc) = 100 Centavos
Netzspannung: 220 Volt
Zeitzone: MEZ - 2 h im Winter, MEZ-3 im Sommer
Landesvorwahl: +238
Mobiltelefon GSM 900. Hauptanbieter ist Cabo Verde Telecom.
Internet-Kennung: .cv
Höchste Erhebung: Pico de Fogo (2.829 m)
Nationalfeiertag: 5. Juli (1975)
Bruttoeinkommen/Kopf: ca 1.600 € (2004)
Bitte bedenken Sie, dass alle hier gemachten Angaben nach bestem Wissen und Gewissen erstellt wurden. Bitte informieren Sie sich aber trotzdem beim Auswärtigen Amt, ob es kurzfristige Änderungen gibt. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit sowie eine Haftung für eventuell eintretende Schäden kann nicht übernommen werden.
Deutsche, Österreicher und Schweizer benötigen ein Visum zur einmaligen Einreise und zum Aufenthalt von max. 180 Tagen ab Ausstellungsdatum. Neben einmaligen Visa sind auch Visa für mehrmalige Aufenthalte möglich. Zusätzlich gibt es Familien- und Gruppenvisa. Die Gebühr für ein Visum beträgt ca. 40 €
Die Visa können über bei Buchung über das Reisebüro oder über die Konsulate beantragt werden. Sie benötigen 2 Passbilder und einen Reisepass mit mindestens sechsmonatiger Gültigkeit über die Reisezeit hinaus. Ein Eilvisum (Ausstellung innerhalb von 24h) ist bei der Botschaft in Berlin zu beantragen.
Botschaft der Republik Kap Verde in Deutschland
Dorotheenstr. 43
10 117 Berlin
Tel. (030) 204 509 55
Fax (030) 204 509 66
Honorarkonsulat der Republik Kap Verde
Marienstr. 43
70 178 Stuttgart
Tel. (0711) 607 15 58
Fax (0711) 606 610 50
Honorarkonsulat der Republik Kap Verde im Saarland
Rolf-Dieter und Gudrun Müller
Saargemünder Str. 136
66 119 Saarbrücken
Tel. (0681) 39 80 98
Fax (0681) 390 50 60
Für die Einreise mit Kindern müssen Deutsche Bundesbürger, Österreicher und Schweizer die Eintragung des Kindes in den Reisepass eines begleitenden Elternteils vornhemen oder den Reisepass des Kindes mitführen.
Anmerkung: Für die Kinder gelten jeweils die gleichen Visumbestimmungen wie für ihre Eltern
Transitreisende, die mit dem nächsten Anschluss weiterfliegen und den Transitraum nicht verlassen, benötigen kein Transitvisum, vorausgesetzt, sie verfügen über gültige Weiterflugtickets.
Impfungen bzw. Prophylaxen sind für Einreisende aus Deutschland, Österreich und Schweiz nicht vorgeschrieben und auch nicht notwendig. Einreisende aus Ländern mit Seuchenproblemen müssen Impfungen gegen Cholera und Malaria vorweisen. Generelle prophylaktische Maßnahmen gegen Typhus/Paratyphus, Polio, Tetanus und Hepatitis A sind zu empfehlen. Eine Impfbescheinigung gegen Gelbfieber wird von allen Reisenden (bis aufff Transitreisende)verlangt, die innerhalb von 6 Tagen nach Aufenthalt in den von der WHO ausgewiesenen Infektionsgebieten einreisen wollen und über ein Jahr alt sind.
Gesundheitsempfehlungen:
- Malaria
Lediglich auf Santiago besteht im September, Oktober und November ein sehr geringes Risiko
- Durchfall und Magenverstimmung
Meiden sie Kalte Getränke, ungeschältes Obst und Wasser aus der Wasserleitung.
- Insektenschutz
Sollten Sie auf jeden Fall dabei haben. Das Denguefieber wird durch Stechmücken übertragen, ist aber sehr selten.
- Hepatitis A und Hepatitis B
Eine Hepatitis A-Schutzimpfung wird generell empfohlen. Die Impfung gegen Hepatitis B ist bei längerem Aufenthalt ratsam.
- HIV/Aids
Die Kapverden sind kein ausgeprägtes Verbreitungsgebiet. Trotzdem sollten die bekannten Vorkehrungen getroffen werden.
Die Kapverden sind ein sehr sicheres Reiseland. Die politischen Verhältnisse sind stabil. Kleinkriminalität (Diebstahl) kommen in den Städten und Touristenzentren vor.
Wir empfehlen auf jeden Fall den Abschluss einer Auslands-Krankenversicherung inklusive Rückholschutz.
Die Anreise auf die Kapverden erfolgt aus Mitteleuropa i.d.R. mit dem Flugzeug. Sal hat den bedeutendsten Flughafen und wird von Deutschland aus von München (TACV) und Frankfurt (Condor) angeflogen. Mittlerweile hat auch der internationale Flughafen Praia auf der Insel Santiago den Betrieb aufgenommen. Die portugisiesche TAP-Airline fliegt von Lissabon mehrmals die Woche nach Sal. Die Flugzeit von München nach Sal beträgt 6 Stunden.
Die Anreise mit dem Schiff ist lang und beschwerlich und erfolgt ab Portugal. Einmal im Monat nimmt ein Frachtschiff Passagiere auf die Strecke Lissabon-Mindelo und retour mit. Die Überfahrt dauert ca. 6-7 Tage.
Bei Reisen zwischen den Inseln bietet sich ebenfalls das Flugzeug an. Mit Ausnahme von Brava und Santo Antão besitzen alle Inseln einen Flughafen. Für Flüge zwischen den Inseln gibt es den Airpass, für den alle Flüge im Voraus fest gebucht werden müssen.
Die Inseln sind untereinander auch durch Schiffs- und Fährverbindungen miteinander verbunden. Carrier ist die Firma Arca Verde, die Fracht und Passagiere befördern.
Neben einigen Mietwagen gibt es auch Taxis, hauptsächlich in den Städten bzw. in den touristischen Zentren. Günstiger als Taxis sind die Sammeltaxis, die so genannten Aluguer. Busse fahren regelmäßig nur auf Sal, Sao Vicente und Santiago. Etwa die Hälfte des Straßennetztes ist asphaltiert.
Flugzeiten:
Praia – Sal 0,45h
Praia – Boa Vista 0,30h
Die Kapverden entstanden wie Madeira und die Azoren aufgrund vulkanischer Aktivitäten im Atlantik.
Die Inseln sind teils gebirgig, teils hügelig bis flach. Die höchste Erhebung der Kapverden ist der ebenmäßige Vulkankegel des Pico de Fogo mit 2.829 m. Der Vulkan brach 1995 zuletzt aus.
Angesichts ständiger Dürren ist der Name „Kapverdische Inseln“ - Inseln des Grünen Kaps sehr verwirrend. Eine üppige Vegetation ist aufgrund des Wassermangels nicht vorhanden. Der Name „Grünes Kap“ iat historisch bedingt. Die Inseln sind durch ausgetrocknete Flusstäler (Ribeiras) geprägt, die nur bei Starkregen Wasser mit sich führen.
Die Inseln stehen unter dem Einflus des Passates, der das ganz Jahr über konstant mit durchschnittlich 5 Beaufort weht. Windsurfer finden wegen des kontinuierlich starken Passats fast ununterbrochen gute Bedingungen.
Die Inseln sind geographisch und klimatisch in drei Gruppen einzuteilen. Die Nordwestinseln Santo Antão, São Vicente und São Nicolau sind trocken und bergig, die Ostinseln Sal, Boavista und Maio sind eher wüstenhaft und hügelig mit ausgedehnten Stränden. Santiago, Fogo und Brava werden auch als Berg- und Vulkaninseln bezeichnet.
Im Winter wie im Sommer herrschen sehr angenehme Temperaturen. Es gibt keine tropisch-feuchtwarme Luft, wie man Sie aus anderen Gebieten in diesen Breiten kennt. Die Regenzeit ist im Sommer, wenn man davon überhaupt sprechen kann. Regen fällt fast ausschließlich, wenn er überhaupt fällt, nur im August und September. Die Kapverden sind quasi eine Verlängerung der Sahelzone.
Um die Jahreswende ist fast jedes Jahr das Naturspektakel eines Harmattan-Sandsturms zu beobachten, der so heftig ausfallen kann, dass Flüge und Fähren ausfallen.
Die Wassertemperaturen schwanken zwischen 21° C (Februar) und 25°C (September)
Die einheimische Vegetation, vor allem Wald, wurde im Laufe der Zeit durch Raubbau zerstört, um Ackerbau und Viehhaltung zu betreiben. Auch die Tierwelt ist wie die Pflanzenwelt sehr bescheiden und besteht hauptsächlich aus Vögeln.
Nur das Meer weist eine große Artenvielfalt aufgrund seiner Unterseeplattformen, Reinheit und einer Wassertemperatur auf. Einheimische Fischarten sind Dorade, Sägefisch, der Bonito, die Muräne, Thunfisch, Delphine, Wale und auch alle Gattungen von Haien. Weiterhin gibt es Meeresfrüchte und auch Meeresschildkröten.
Historische Meilensteine in der Geschichte der Kapverden:
ab 1460
Entdeckung und Besiedelung der unbewohnten kapverdischen Inseln durch portugisiesche Seefahrer. Europäer und Sklaven aus Afrika vermischten sich zu einem Volk.
1956
Gründung der Einheitspartei PAICG (Partei für die Unabhängigkeit Guinea-Bissaus und Kap Verdes)
1963
Beginn des bis 1974 andauernden Bürgerkriegs, der von den ehemaligen RWG Staaten gegen die Kolonialmacht Portugal unterstützt wurde. Der Krieg endete mit dem Sturz des diktatorischen Salazar-Regimes in Portugal.
5.7. 1975
Kap Verde erlangt seine Unabhängigkeit von der Kolonialmacht Portugal.
1991
Die erst kurz zuvor gegründete MpD (Bewegung für die Demokratie) gewinnt die Parlaments- und kurz darauf auch die Präsidentschaftswahlen; der Grundstein für eine Demokratie mit mehreren Parteien war gelegt.
Die Kapverden sind im Vergleich zu Europa und der westlichen Welt eine Dritte-Welt-Land und daher ist auch der Agrarsektor sehr ausgeprägt. Landwirtschaftliche Produkte sind hauptsächlich Mais, Bananen, Kartoffeln, Zuckerrohr und Bohnen. Allerdings sind die Ernten sehr knapp aufgrund relativ unfruchtbarer Böden und des sehr geringen Niederschlagsvolumens. Zusätzlich ist der Fischfang ein wichtiger Wirtschaftssektor. Die Kapverden können die Nachfrage an Nahrungsmitteln für die Bevölkerung nicht aus eigener Kraft decken.
Eine weitere Einnahmequelle der Kapverdier sind die Geldtransfer auf die Kapverden von ca. einer Million im Ausland lebender Kapverdiander. Das Land bekommt zusätzlich sehr hohe Volumina an Entwicklungshilfe aus den Industrieländern.
Das Außenhandelsdefizit des Landes ist enorm gewachen. Hauptexportgüter sind landwirtschaftliche Produkte und Fisch. Außer einigen Fischverarbeitungsfabriken gibt es keine Industrie auf den Inseln. Wichtigster Wirtschaftspartner ist Portugal, aber auch Kuba oder China sind historisch wichtige Partner. Diese Beziehungen stammen noch aus den vergangenen sozialistischen Regierungszeiten. Mittlerweile sind die Kapverden aber sehr westlich orientiert.
Der Tourismus ist noch sehr unterentwickelt im Vergleich zu anderen Gebieten der Erde, wird aber mittlerweile sehr stark forciert. Die großen deutschen Reiseveranstalter bieten mittlerweile viele Pauschalpakete an. Das Hauptziel der Touristenströme ist Sal. Mittlerweile haben die Kapverden international einen Ruf als Kongress- und Tagungszentrum.
Die Regierung versucht eine hohe Geldwertstabilität zu erreichen, um ausländische Investoren zu halten. Auf dem Weltmarkt gilt der Escudo als relativ stabile Währung.
Mittlerweile ist die sozialistisch geprägte Regierung lange Vergangenheit und Kap Verde ist eine parlamentarische Demokratie mit klassischer Gewaltenteilung und dezentralem Aufbau. Parlament sowie Staatspräsident werden alle 5 Jahre in allgemeiner, freier und geheimer Direktwahl gewählt.
Die Einhaltung der Menschenrechte in Kap Verde ist nach Studien der UNO umfangreich gewährleistet.
Etwa 20% des BIP kommen von Migranten aus dem Ausland. Das jährliche Wirtschaftswachstum schwankt zwischen 2 und 5 % seit dem Jahr 2000. Die Verschuldung beträgt etwa 2/3 des BIP. Ca. 10% des BIP kamen 2004 aus dem Tourismus. Mittlerweile müsste die Ziffer deutlich höher sein.
Die schulische Ausbildung in Kap Verde ist als befriedigend zu beurteilen. Die Sekundarstufe wird mit dem 12. Schuljahr abgeschlossen. Es besteht eine allgemeine Schulpflicht. Eine Universität existiert nicht auf den Inseln. Für Studenten stehen wenige Stipendien im Ausland zur Verfügung.
Im Vergleich zu anderen afrikanischen Staaten haben die Kapverdischen Inseln ein hervoragendes Gesundheitswesen, ohne ansteckende oder endemische Krankheiten.
Bildung
Nur 9% der Bevölkerung sind schwarz, ca. 3 % sind weiß, 88% sind Mestizen. Die meisten Kapverdianer – die doppelte Zahl – lebt eigentlich im Ausland und unterstützt die Bevölkerung mit Zahlungen. Die Kapverden sind ein traditionelles Land der Auswanderer aufgrund der schwierigen Lebensverhältnisse.
Etwa 90% der Bevölkerung sind Christen, hauptsächlich Katholiken.
Die Bevölkerung ist sehr jung, da viele alte Generationen während der Hungersnöte in den 40ern und 50ern das Land verlassen haben. Drei Viertel der Bevölkerung sind unter 15 Jahren. Der Altersdurchschnitt betrug im Jahr 2000 17,4 Jahre. Der durchschnittliche kapverdische Haushalt hat 4,6 Mitglieder.
Die Kultur der Kap Verden ist afrikanischen und europäischen Ursprungs. Eines der wichtigsten Kulturelemente ist die Musik.
Die Kapverden sind adminstrativ in 17 Verwaltungsdistrikte (concelhos, singular - concelho) unterteilt: Boa Vista, Brava, Maio, Mosteiros, Paúl, Praia, Porto Novo, Ribeira Grande, Sal, Santa Catarina, Santa Cruz, São Domingos, São Filipe, São Miguel, São Nicolau, Sao Vicente, Tarrafal.
Weitere 5 Distrikte wurden 2005 durch Teilung bisheriger Distrikte geschaffen: Ribeira Grande de Santiago (Abspaltung vom Distrikt Praia), São Lourenço dos Órgãos (Abspaltung vom Distrikt Santa Cruz), São Salvador do Mundo (Abspaltung vom Distrikt Santa Catarina), Santa Catarina do Fogo (Abspaltung vom Distrikt São Filipe) und Tarrafal de São Nicolau (Abspaltung vom Distrikt São Nicolau)
Die größten Städte der Kapverden:
Praia 115.000
Mindelo 71.000
Santa Maria 17.000
Pedra Badejo 10.000
Der Tourismus auf den Kapverden steckt noch in den Kinderschuhen. Er wächst aber stetig. Die wichtigsten Inseln für den internationalen Tourismus sind Sal und Boavista, sowie mit Abstrichen Santiago und Sao Vicente. In der Regel gibt es nur auf diesen Inseln Hotels mit internationalem Standard. Die Preise sind etwas günstiger als in Deutschland.
Auf den anderen Inseln gibt es jedoch ordentliche Pensiones, Residencials und Pousadas. Pousadas sind im Besitz der Gemeinde und wie die Pensionen schlicht und preiswert.
Jugendherbergen und Campingplätze gibt es auf den Inseln nicht.
Wassersportarten wie Segeln, Schwimmen, Wellenreiten, Tauchen und Angeln sind natürlich auf den Inseln möglich und ziehen auch ein Gros der Touristen an. Aufgrund der Windbeständigkeit sind Sal und Boavista sehr beliebte Ziele der intenationalen Windsurfszene. Tennis, Bogenschießen, Bodybuilding, Billard, Tischtennis, etc. werden meist in den internationalen Hotels angeboten.
Schwimmen/Baden im Meer:
Die Bedingungen zum Baden im Meer sind ideal, da das Wasser ist angenehm warm (im Durchschnitt um 21-26 °C) ist und einen sehr guten Reinheitsgrad aufweist. Der Wasserstandsunterschied zwischen Ebbe und Flut mach gerade mal 1m aus. Sandstrände gibt es vorwiegend auf den drei östlichen Flachinseln Sal, Boavista und Maio, aber auch auf Santiago und in einzelnen Buchten der bergigen nordwestlichen Inseln. Auf Fogo und auf einigen anderen Inseln gibt es schwarze Lavastrände. Die Brandung kann an vielen Stränden sehr stark und auf Meeresströmungen sollte genau geachtet werden. Mit den Kapverden verbinden viele Leute Haie. Diese gibt es in den Gewässern (wie übrigens auch auf den Kanaren, in Florida, Kalifornien, Bali, etc.) in Hülle und Fülle. Die Haie kommen aber i.d.R. nicht in die seichten Uferbereiche, zudem sind die Haie auch meist nicht hungrig und agressiv, da die Kapverden sehr fischreich sind. Allerdings sollte man nicht unbedingt bei eintretender Dämmerung und mit Verletzungen schwimmen gehen.
Drachenfliegen
Das Drachenfliegen auf den Kapverden ist nur an den Luvseiten der Berge möglich und sollte wegen der starken Winde und Thermik nur von erfahrenen Drachenfliegern ausgeübt werden.
Fischen
Auf den Inseln Sal, Boavista, Santiago und Sao Vicente wird Hochseefischen angeboten. Gefischt wird Blue Marlin, Wahoos, Yellowfin, Thunfisch, White Marlins, Goldmakrelen und Speefische geangelt. Als »Beifang« gibt es Hammerhaie, weiße Haie und Makos.
Radfahren/Mountainbiken
Auf den Berginseln wie Santiago, Fogo oder Santo Antão ist es aufgrund des vorhanden Reliefs sehr schwierig. Dagegen ist Radfahren auf den drei Wüsteninseln Sal, Boavista und Maio leichter, da die Inseln nur leicht hügelig sind. Mit Mountainbikes ist man aufgrund der Straßen- und Pistenzustände am besten ausgestattet. Ersatzmaterial muss auf jeden Fall mitgenommen werden, da auf den Inseln so etwas aus dem Ausland ebstellt werden muss.
Segeln
Die Kanaren sind ein beliebtes Segelrevier. Es werden Törns mit professionellen, revier- und ortskundigen Skippern auf sehr gut ausgestatteten Yachten und Hochseekatamaranen angeboten. Meist werden diese mit dem Hintergrund gechartert umd Wale und Delphine zu beobachten. Größter Anbieter ist derzeit cabo verde sailing. Ein wichtiger Hafen für Skipper ist Mindelo, nicht nur wegen des Club Nautico.
Tauchen
Der Fischartenreichtum, bisher nocht nicht erforschte Meeresebereiche und submarinen Prägungen der Vulkanausbrüche sind ein großes Kapital der Kapverden und ziehen Jahr für Jahr viele Taucher an. Riffbildende Korallen gibt es allerdngs nicht. Die Mischung aus tropischen und nördlichen Fischartenarten ist einzigartig. Vor allem auf Sal und Boavista bieten Hotels und private Tauschschulen Kurse und Material an. Das Harpunenfischen ist grundsätzlich verboten. Die Küsten der Inseln sind auch deshalb ein wahres Taucherparadies, da zahlreiche gesunkene Wracks aus dem 16. Jahrhundert hier zu finden sind.
Wandern/Trekking
Ideal und beliebt zum Wandern sind vor allem die gebirgigen Inseln wie z.B. Sao Antao, Santiago, Fogo. Die landschaftlichen Kontraste sorgen für permanente Abwechslung. Es bietet sich nicht an auf den Touren zu Zelten. Eine entsprechende Infrastruktur für Wanderer gibt es (noch) nicht. Es sind aber die Wege, die die einheimische Bevölkerung benutzt gut ausgebaut.
Surfen/Wellenreiten/Boogieboarden:
Siehe unter Surfspots Kapverden.
Windsurfen/Kitesurfen
Der konstante und stark wehende Wind auf den Kapverden zieht viele Wind- und Kitesurfer auf die Kapverden. Beliebt sind vor allem die Inseln Sal und Boavista.
Die Inseln Sal und Boavista werden im Winter vom Nordost Passat sehr gut mit Wind versorgt. Auch der Swell ist in der Winterjahreshälfte von November bis April am höchsten. Die Windwahrscheinlichkeit liegt bei über 90% und man kann fast täglich bei 5-6 Beaufort Windsurfen. Durchziehende Tiefdruckgebiete bringen Wind, aber glücklicherweise keinen Regen. Sal und Boavista bieten natürlich eine hervorragende Infrastuktur, sprich Surfschulen und Materialverleih.
Das beste Revier auf Boa Vista ist die Bucht des Hauptortes „Sal Rei“. Der Wind kommt hier schräg ablandig von rechts und das Wasser ist in Ufernähe flach. Im Bereich des Hafen findet man einen Wellenspot von bester Güte. Direkt vor den Surfcentern finden Anfänger die besten Bedingungen.
Auf Sal ist der Hauptanlaufpunkt für Wind- und Kitesurfer die 3 km lange Bucht von Santa Maria. Die Bucht bietet Bedingungen für Anfänger, Fortgeschrittene und Profis. Der Sideshorewind von links, bläst täglich mit durchschnittlich 5 Beaufort bläst. Im westlichen Bereich findet man hervorragende Wellenbedingungen. Der Spot Punta Preta ist per Jeep in 10 Minuten erreichbar.
Abendunterhaltung
In den Hotels auf Sal und auch auf Boavista gibt es einige Diskotheken im europäischem Stil. Weiterhin gibt es einige Bars und Restaurants, in denen in Praia und Mindelo oftmals Folklore-Gruppen auftreten. Gespielt wird natürlich die einzigartige kapverdianische Musik.
Einkaufen
Souvenirs findet man in den Touristenorten. In den größeren Städten und Touristenorten gibt es einige wenige Boutiquen. Allerdings ist Shopping aufgrund mangelnder Basis kein Grund um auf die Kapverden zu fahren.
Essen und Trinken
Auf jeder Insel kann man in einfachen Restaurants gut essen. Essen in Hotels ist meist deutlich teurer.
Die Landesspezialität ist Cachupa, das aus Mais und Bohnen zubereitet wird. Reis und Kartoffeln sind Hauptzutaten vieler Gerichte, aber auch Kürbis, Schweinefleisch und Thunfisch werden oft serviert. Einheimische Früchte sind Mangos, Bananen, Papayas und Guaven. Bier, Wein und einheimische Spirituosen sind überall erhältlich, Grog ist sehr beliebt. Alkoholfreie Drinks, wie Cola, sind teuer.
Touristeninformation
Die neue Zentralbehörde für Tourismus heißt Promex. Mittlerweile gibt es Auskunfts- und Informationsstände an den Flughäfen von Sal und Praia oder in der Innenstadt von Mindelo und Santa Maria. In naher Zukunft sind weitere Stationen geplant.
Trinkgeld
Trinkgeld hat nicht die bedeutung wie in Europa. Nur wenn man sehr zufrieden war, sollte man in Restaurants maximal 5% geben. In einfachen Kneipen ist Trinkgeld nicht angebracht..
Souvenirs
Es gibt durch den aufstrebenden Tourismus mittlerweile eine kleine Kunsthandwerkszene. Kunsthandwerk aus vergangenen Zeiten ist sehr rar, da die Kapverdianer mehr mit dem Überleben beschäftigt waren. Beliebt sind Körbe, Tonfiguren und Textilien. Die meisten anderen Souvenirs sind aus dem Senegal importiert.
Feiertage
- Neujahrstag
- 20. Jan. Heldengedenktag
- 27. Febr. Karneval.
- Karfreitag
- 1. Mai (Tag der Arbeit)
- 5. Juli (Tag der Unabhängigkeit)
- 15. Aug. Mariä Himmelfahrt
- 12. September (Nationalfeiertag und Geburtstag von Amilcar Cabral)
- 1. Nov. Allerheiligen
- 6. Dezember Nikolaustag
- 25. Dezember (Weihnachtsfeiertag).
Veranstaltungskalender Alljährlich finden zahlreiche Feste statt, deren genaue Daten sich von Jahr zu Jahr ändern; viele davon werden zu Ehren verschiedener Schutzheiliger gefeiert. Die folgende Information ist nur eine kleine Auswahl an jährlich stattfindenden Veranstaltungen, genauere Informationen sind von PROMEX (s. Adressen) erhältlich.
Febr. 2005 Karneval (mit Straßen-Parades), Praia und Mindelo. Mai Festa de Santa Cruz. Mai-Juni Tabanka, São Tiago und Fogo. Juni Sonnenwendfestival. Juli (1) Feierlichkeiten zum Unabhängigkeitstag. (2) Festa do Municipio de Boa Vista. Aug. Festival Baia das Gatas; Musikfestival von Praia de Santa Cruz.
Zoll
Zollfreier Import von 200 Zigaretten oder 250 g Tabak, 100 Zigarillos oder 50 Zigarren; Wein oder 2 l Bier, 1 /4 l Spirituosen. Für den persönlichen Bedarf dürfen Parfüm oder Schmuck, Kinderwagen, Fahrrad, Camping-, Tauch-, Angler- und Surfausrüstung, Kleidung, etc. mitgebracht werden. Pflanzen und Saatgut dürfen nur mit Gutachten eingeführt werden. – Bitte erkundigen Sie sich vor der Abreise immer nach den aktuellen Zollbestimmungen. Wir übernehmen keine Haftung für unsere Angaben.
Diplomatische Vertretungen auf den Kapverden
Deutsches Honorarkonsulat
Avenue da OUA 1
CV – Praia, Santiago
Tel. +238 / 62 31 00
Fax +238 / 62 31 03
Frendenverkehrsamt Cabo Verde - Centro de Promoção Tourística, do Investimento e das Exportações (PROMEX)
Avenue OUA, CP 89c, CV-Praia, Santiago
Tel: +238 / 62 26 21, 622 689
Fax: +238 / 62 26 57.
www.virtualcapeverde.net
Botschaft der Republik Kap Verde
Dorotheenstraße 43
D-10117 Berlin
Tel: (030) 20 45 09 55.
Fax: (030) 20 45 09 66.e
mbassy.capverde(at)knuut.de
www.embassy-capeverde.de
Botschaft der Republik Kap Verde
Schwindgasse 20
A-1040 Wien
Tel: (01) 503 87 27
Fax: (01) 503 87 29.
embcviena(at)nnweb.at
Honorarkonsulat der Republik Kap Verde (mit Visumerteilung)
Dornbacherstrasse 89
A-1170 Wien
Tel: (01) 587 31 66
Fax: (01) 485 23 00 14.
konsulat-kapverde(at)meixner.at
www.konsulat-kapverde.meixner.at
Botschaft der Republik Kap Verde
Avenue Blanc 47
CH-1202 Genève
Tel: (022) 731 33 36/37
Fax: (022) 731 35 40.
cap.vert(at)bluewin.ch
Honorarkonsulat der Republik Kap Verde (mit Visumerteilung)
Rümelinsplatz 14
CH-4001 Basel
Tel: (061) 269 80 95. Fax: (061) 269 80 50.
E-Mail: mail(at)awg.ch
Mo-Do 08.00-12.00 und 13.30-17.30 Uhr, Fr bis 17.00 Uhr (nur telefonisch)
Geld
Die Einfuhr von ausländischen Devisen ist unbeschränkt möglich. Die Ein- und Ausfuhr der Landeswährung (Escudo=100 Centavos) ist nicht erlaubt. Banken tauschen vor Ort Bargeld oder auch Travellerchecks. Die Banken berechen Gebühren für den Scheckumtausch. Für den Rücktausch von Bargeld benötigt man die Umtauschquittung. Bezahlt wird überwiegend bar. Kreditkarten werden nur in einigen Geschäften/Hotels in Touristenorten und am Flughafen akkzeptiert. In den Touristenorten gibt es einige wenige EC-Cash-Automaten zur Bargeldabhebung. Zum 1.1.2006 erhielt man für 1 € 111CVE)
Telefonieren
Zwischen 20:00h und 7:00h sowie Samstag/Sonntag sind die internationalen Telefonate um 20 % billiger. Die Vorwahl für die Kapverden ist +238.
Öffnungszeiten
Geschäfte: Mo-Sa 8-12.30 Uhr und 15-18.30 Uhr.
Banken: Mo-Fr 9-12 Uhr.
Notruf
Ambulanz: Tel. 130.
Feuerwehr: Tel. 131.
Polizei: Tel. 132.
Reiseapotheke
Kap Verde besitzt ein dichtes Netz von Apotheken und Medikamenten-Verkaufsstellen in den Städten. Auf dem Land sollte man eine Reiseapotheke mit sich führen.
Die Apotheken führen nicht unbedingt das im Heimatland des Touristen bekannte Präparat einer bestimmten Marke.
Sonnenschutz
Die trockenden Kapverden bieten wenig Schatten und eine hohe Zahl an Sonnenscheinstunden. Sie sollten auf jeden Fall eine Sonnencreme mit hohem Schutzfaktor in ausreichender Menge mitzubringen, da diese nur selten in Geschäften zu finden sind.
Boavista
Boavista ist die östlichste der Inseln von Cabo Verde und liegt somit am nächsten zum afrikanischen Kontinent. Die Entfernung zu Afrika beträgt 400 km. Die wüstenartige Insel ist fast rund mit einem Durchmesser von ca. 30 km. Der höchste Punkt auf der flachen Insel ist der Pico d' Estancia mit 390 Metern. Eingefallen Lavaschlote, Kiesfelder und Trockentäler bestimmen die Landschaft des Inselinneren. Die Küsten sind gesäumt mit weißgoldenen Dünenstränden vor weitläufigen Palmenhainen. Der längste Strand ist Santa Mónica mit 34 km Länge an der Südwestküste Boavistas. Hinter dem Strand liegt eine Lagune. Insgesamt gibt es ca. 60 km Sandstrand, die sich ein brilliantes Farbenduell mit dem smaragdgrünen Wasser liefern. Die Insel ist von der Geographie der kanarischen Insel Fuerteventura sehr ähnlich. Insgesamt wohnen auf der sehr dünn besiedelten Insel nor knapp 4.500 Einwohner, wovon etwa 3.800 Ew. In Sal Rei leben.
Boavista ist im Vergleich zu den kanarischen Inseln vergleichsweise touristisches Niemandsland. Discos oder eine lange Strandpromenade mit Restaurants und Cafe´s hat Boa Vista noch nicht zu bieten.Trotzdem wird es in Sal Rei nie langweilig in den gemütlichen Bars und Restuarants der Einheimischen oder ab und an auch in den Hotelbars und Diskotheken. Spezialitäten sind natürlich Fischgerichte und die Langusten sowie Zicklein.
Die Insel ist, wie auch Sal ein bevorzugtes Refugium für Wassersportler, vor allem Wind- und Kitesurfer. Sehenswürdigkeiten gibt es kaum außer einigen Kirchen, wie z.B. die älteste Kirche S. Roque, die im Jahr 1801 erbaut wurde, eine Keramikfabrik und Spuren der historischen Festung Duque de Braganca auf einer vorgelagerten Insel bei der Hauptstadt von Sal Rei.
Maio:
Maio liegt südöstlich von Boavista und ist so still und friedlich, dass alle Welt einen großen Bogen um die Insel macht.Haupt- und Hafenort bzw. Flughafen ist Vila do Maio. Am Hafen findet man eine kleine Festung.
Maio gehört zur Inselgruppe Ilhas do Sotavento (port.: Inseln unter dem Wind). Die wüstenartige Landschaft der Insel ist von der Geographie Boavista sehr ähnlich. Insgesamt. leben auf der Insel ca. 7.000 Einwohner. Die höchste Erhebung ist der Monte Penoso (436 m).
Haupterwerbszweige sind extensive Viehzucht, Fischerei und das Kunsthandwerk (Keramik). Das touristische Potential von Maio mit den hellen Sandstränden und den felsigen Küstenabschnitten wird bisher kaum genutzt.
Praia (Santiago)
Santiago ist die flächengrößte (990 km²) und bevölkerungsreichste (240.000 Ew.) Insel der Kapverden. Die Insel ist 29km breit und 55km lang. Die Insel ist vulkanischen Ursprungs und im Gegenteil zu Boavista, Sal und Maio mit einem ausgeprägten Relief. Höchste Erhebung ist der Pico da Antónia (1392 m). Im Gebirge stauen sich die Wolken und es regnet im Vergleich zu den Wüsteninseln Sal und Boavista häufiger. In den Tälern betreibt man Landwirtschaft. Die Küstenregion ist dagegen recht trocken, dafür gibt es viele schwarze und weiße Strände. Die schönsten Strände sind Praia Baixo, Tarrafal oder der Surfstrand Ponta Preta. Praia selbst hat einige schöne Stadtstrände.
Die Insel wurde durch Afrikaner im starken Maße geprägt. Diese Prägung ist auch heute noch sehr auffallend.
Die Hauptstad Praia ist in den letzten Jahren extrem gewachsen und platzt aus den Nähten. Zentrum des Stadt ist der Praça 12 de Septembro, umrahmt von Gebäuden aus dem 19. Jahrhundert. Auf jeden Fall lohnt ein Besuch auf dem Markt.
Am Zentrum schließt sich das Viertel Achada do Santo Antónioan. Hier findet das Nachtleben der Stadt statt. Freitag- und Samstagnacht dröhnt der gesamte Stadtteil von Live-Musik und durch die Gassen und Straßen schieben sich die Menschenmengen.
Seit der Unabhängigkeit werden die Infrastrukturen der Insel bevorzugt ausgebaut, um die Hauptstadt attraktiver zu machen.
Tarrafal ist ein Ort mit ca. 18.000 Einwohnern. Der Ort beherbergte während des Salazar-Regimes ein Konzentrationslager.
Fogo
Die Vulkaninsel Fogo mit dem gleichnamigen Vulakan und Fast-3.000er ist geprägt durch eine imposante Landschaft. Aschenberge, Tuffkegel und erstarrte Lavaströme zeichneten die Insel. Fogo ist zwar vulkanisch geprägt, aber auch sehr grün und mit einigen Bächen durchzogen. Beeindruckend ist vor allem aber der 8 km breite Vulkankrater. Der Vulkan war 1995 zuletzt aktiv und schuf einen neuen Krater. Im 19. Jahrhundert gab es mehrere Ausbrüche, die die Insel schon von weitem durch die glühende Lava erkennen ließ.
Fogo liegt östlich von Santiago und mit einer Fläche von 476 km² ist sie die viertgrösste Insel des kapverdischen Archipels. Auf der Insel leben insgesamt 40.000 Einwohner, wovon 10.000 in der Hauptstadt und dem ehemaligen Kolonialstädtchen São Filipe leben.
Brava
Brava ist die kleinste bewohnte Insel der Kapverden und sehr abwechslungsreich. Gebirge, Strände, Blumen und eine imposante Quelle, Fajã d’Agua. Die Küste ist sehr zerklüftet mit eingelagerten Strandbuchten. Brava ist lediglich 11 km lang und 9 km breit, doch die Vulkane steigen auf bis zu 1.000m an. Brava ist ca. 20km von Fogo entfernt.
Für die Insel werden sich vor allem Wanderer begeistern. Das Kleinstädtchen Novo Sintra mit 1.500 Einwohnern ist einen Besuch wert. Insgesamt leben nur knapp 7.000 Menschen auf der Insel. Der Tourismus ist auf Brava noch sehr unterentwickelt, da eine regelmäßige Fährverbindung erst seit ein paar Jahren existiert.
Santo Antão
Die Bergwelt von Santo Antão mit Schluchten, alpiner Vegetation und Terassen mit Zuckerrohrfeldern ist einen Besuch wert. Der Topop da Coroa ist mit 1.997m der höchste Berg. Die Hauptstadt ist Ponta do Sol. Insgesamt leben knapp 50.000 Menschen auf der Insel. Die Insel zieht vor allem Wanderurlauber und Mountainbiker an. Auf Strandurlaub muss man auf dieser Insel verzichten, da es nur sehr wenige kleine Strände gibt.. Das Klima ist sehr differenziert. Der Norden ist feucht und grün, der Süden eher trocken.
São Vicente
Die Hafenstadt Mindelo war einst Knotenpunkt der transkontinentalen Schiffahrt. Der Monte Verde (774m) ist der höchste Berg der wüstenartigen Insel, die vulkanischen Ursprungs ist. Von dort hat man einen sagenhaften Überblick über die gesamte Insel und aus Mindelo. Ein alter Vulkankrater bildet des natürliche Hafenbecken von Mindelo.
Sao Vicente hat eine Fläche von ca. 227 km² Fläche. In Richtung West/Ost ist die Insel 24 km breit, in Richtung Norden/Süden ist sie 16 km lang. Wie auf den östlichen Inseln regnet es sehr selten, deshalb ist die Landwirtschaft nicht ausgeprägt. Die Insel lebt hauptsächlich vom Handel. Zusätzlich lebt Mindelo von einigen Touristen, die das wahrscheinlich wichtigste kulturelle Zentrum der Kapverden aufsuchen.
São Nicolau
Die Insel, die von den Umrissen her gesehen wie eine Miniaturform des afrikanischen Kontinents wirkt, verfügt in der Hauptstadt Ribeira Brava über einen zum Ende des 18. Jhd. errichteten Bischofssitz. Bei Ribeira Brava existiert eine Festung aus dem 19. Jhd., die zum Schutz vor Piraten errichtet wurde. Mittlerweile ist aber Tarrafl das heimliche Zentrum der Insel. Auch die Einwohnerzahl dieses Fischerstädtchens ist höher als in Ribeira Brava.
Die Insel ist 349 km². Die Insel ist 25 km lang und 52km breit.
Ihre Form ähnelt dem afrikanischen Kontinent. São Nicolau ist ebenfalls das Ergebnis einer sehr aktiven vulkanischen Vergangenheit. Der höchste Berg ist der Monte Gordo (1304 m). Es gibt weitere Berge, Bergmassive, Hochebenen und tief eingeschnittene Täler. Im Gebirge gibt es im Vergleich zur Küste häufiger Regen.
Das touristische Potential der Insel ist aufgrund weiter Strände und Wanderwege vorhanden, aber noch unterentwickelt.
Sal
Sal ist die östlichste der kapversichen Inseln. Die Insel vulkanischen Ursprungs ist ähnlich wie Boavista sehr flach und trocken und durchzogenen mit aufgelassenen Salinen. Die höchtste Erhebung ist der Monte Vermelho mit 406 m. Die Ausdehnungen von Sal betragen in nord-südlicher Richtung 30km und in ost-westlicher Richtung nur 12km. Die Gesamtfläche beträgt nur 216 km2. Der internationale Flughafen von Sal ist die Hauptverbindung auf den Kapverden. Hier landen mittlerweile nicht nur die TACV sondern auch viele europäische Ferienflieger, wie die Condor, die Touristen auf die Insel bringen.
Sal ist die am besten touristisch erschlossene Insel der Kapverden. Der Haupttouristenort ist Santa Maria, wo in den letzten Jahren moderne Ferienanlagen geschaffen. Mitunter gibt es auch eine große Anlage von RIU. Die meisten Touristen kommen wegen der ausgedehnten Strände und wegen der hervorragenden Bedingungen für Wind- und Kitesurfen. Auch gibt es mittlerweile diverse Lokalitäten (Bars und Diskotheken) für die Abendunterhaltung.
Sehenswürdigkeiten hat die Insel kaum zu bieten. Viel Touristen besuchen Pedra do Lume, einen Vulkankrater, oder aber die Hauptstadt Espargos im Inselinneren mit 6.000 Einwohnern. Insgesamt hat Sal etwa 18.000 Einwohner.