
Lage:
Suptropische Zone vor der Nordwestküste Afrikas (ca. 100km vor der Küste Marokkos).
Politische Zugehörigkeit:
Autonome Region Spaniens, Freihandelszone.
Die Inseln von West nach Ost mit ihren Hauptorten:
1) El Hierro (Valverde)
2) La Palma (Santa Cruz de la Palma)
3) La Gomera (San Sebastian de gomena)
4) Teneriffa (Santa Cruz de Tenerife)
5) Gran Canaria (Las Palmas)
6) Fuerteventura (Puerto del Rosario)
7) Lanzarote (Arecife)
Hauptstädte
Las Palmas de Gran Canaria. Einwohner: 365.410 (2005).
Santa Cruz de Tenerife. Einwohner: 193.850 (2005).
Politische Aufteilung:
Regierungsbezirk Las Palmas (Gran Canaria, Fuerteventura, Lanzarote)
Regierungbezirk Santa Cruz de Tenerife (Teneriffa, Gomera, La Palma, Hierro)
Gesamtfläche: 7242 qkm.
Bevölkerungszahl: 1.984.672 (2006)
Bevölkerungsdichte 267 pro qkm
Ortszeit
MEZ -1. Letzter Sonntag im März bis letzter Sonntag im Oktober: MEZ (Sommerzeit).
Differenz zu Mitteleuropa beträgt im Winter und im Sommer jeweils -1 Std.
Ausdehnung:
Nord-Süd: 200km
West-Ost: 400km
Der Archipel der kanarischen Inseln liegt etwa 100 km vor der Küste Südmarokkos in der subtropischen Zone. Insgesamt gibt es 7 Hauptinseln zwischen dem 27ºund dem 29º nördlicher Breite. Von West nach Ost sind dies:
1) El Hierro
2) La Palma
3) La Gomera
4) Teneriffa
5) Gran Canaria
6) Fuerteventura
7) Lanzarote
Es gibt weiterhin 6 Nebeninseln: Alegranza, Graziosa, Montaña Clara, Roque del este, Roque del Oeste und Lobos.
Die kanarischen Inseln gehören geographisch zu Afrika, politisch zu Spanien. Die geographische Region, zu der die Kanaren gehören, bezeichnet man auch als Makaronesien. Zu dieser Region gehören auch Madeira, die Azoren sowie die Kapverden.
Die Inseln sind zum Teil sehr bergig. Auf Teneriffa ist der mit 3.718m höchste Berg Spaniens, der Pico de Teide. Aber auch Gran Canaria und die kleineren westlich von Teneriffa gelegenen Inseln sind sehr bergig. Nur Fuerteventura und Lanzarote sind mit Ihren höchsten Punkten von knapp 900m bzw. 700m etwas flacher. Die nördlichen Bereiche Gran Canarias und La Palma sind relativ grün, während die südlichen Bereiche eher wüstenartig sind. Fuerteventura und Lanzarote sind eigentlich komplette Wüsten. Die westlichen Inseln La Gomera, El Hierro und La Palma sind recht grün. Teilweise sind die höheren Gebirgsregionen bewaldet (subtropische Regenwälder). Die Küsten sind teilweise zerklüftet. Es gibt auch Steilküsten und langgezogene Strandabschnitte. Alle Inseln sind vulkanischen Ursprungs, das Klima ist subtropisch, warm und trocken und im Jahresgang sehr ausgeglichen durch die mittelatlantische Lage. Die vulkanische Aktivität ist auch bis in die heutige Zeit noch anhaltend. Größere Ausbrüche gab es auf Lanzarote im 18. Jahrhundert. Auf La Palma gab es 1971 einen Ausbruch.
Die kanarischen Inseln liegen in der subtropischen Zone. Das Klima ist das ganze Jahr über sehr ausgeglichen, die Temperaturschwankungen sind gering. Die Inseln gelten mit Ihren angenehmen Temperaturen im Winter wie im Sommer ein Badeziel. Die Sommer sind nicht zu heiß, da der Atlantik mit dem kalten Kanarenstrom für Kühlung sorgt. Nicht umsonst tragen die Inseln auch den Beinamen „Inseln des ewigen Frühlings“.
Der meiste Regen fällt im Winter. Fuerteventura, Lanzarote und der Süden Gran Canarias und Teneriffas weisen die wenigsten Regentage auf. Die nördlichen Bereiche der gebirgigen sind regenreicher, da der Nordostpassat sich an den Hängen staut und Wolken sich abregnen. Die südlichen Regionen sind dagegen sehr trocken.
In den Monaten von Mai bis November weht der Nordostpassat sehr beständig und stark. Dies ist die Hauptsaison für Windsurfer, während die Wellenreiter eher von November bis April sehr gute Bedingungen finden: großer Swell und wenig Wind.
In der Regel kommt der Swell aus dem Norden bzw. dem Westen. Daher weisen auch nur diese Bereiche konstanten Swell zum Surfen auf. Selten kommt der Swell aus dem Süden. Die Ostküsten haben nur an wenigen Tagen surfbare Wellen.
Klima- und Swelldaten von Fuerteventura
Die Pflanzen- und Tierwelt der kanarischen Inseln ist nicht sehr artenreich. Die Flora ist der mediterranen Planzenwelt sehr ähnlich. Dazu gehören auch die Lorbeerwälder. Viele Pflanzen sind aber durch den Menschen eingeführt worden. In den trockenen Bereichen gedeihen Sukkulenten.
Die Fauna ist bestimmt durch Reptilien und Vögel. Es gibt die kleine Kanareneidechse, den Kanaren Skink und auch Geckos sowie Meeresschildkröten. Artenreich ist die Meeresfauna: Rochen, Thunfisch, alle Arten von Haien und Walen, Delphine, Brassen, Schwertfische, Barsche, etc.Die größte Vielfalt präsentieren jedoch die Vögel: Buntspechte, Amseln, Möwen, Falken, Fischadler, etc.
Die Insektenwelt ist ebenfalls nicht artenreich. Eine Plage sind die Heuschrecken.
Die Kanaren sind auch kulturell durch ihre gistorische Genese sehr interessant.
Es gibt zahlreiche archäologische Fundstätten und kulturelle Relikte, wie z.B. die Pfeifsprache El Silbo, die die Ureinwohner der Kanaren entwickelten, und die heute wieder in Schulen auf La Gomera gelehrt wird.
An vielen Plätzen, Straßen und Gebäuden kann man historische und künstlerische Relikte bestauen. Besonders der Künstler César Manrique hat die Inseln sehr geprägt. Auch folkloristische Veranstaltungen ziehen Touristen an, wie z.B. der kanarische Ringkampf Lucha Canaria.
Die Inseln waren schon in der Antike bekannt. Die Ureinwohner waren die Guanchen. Aber schon zu dieser Zeit wurden die Ureinwohner zurückgedrängt von römischen, griechischen und phönizischen Einwanderern. Mit der Annektierung durch Spanien ab dem 14. Jahrhundert wurde die Guanchen-Kultur unterdrückt. Im 18. Jahrhundert verließen viele Canarios aufgrund schlechter wirtschaftlicher Bedingungen die Inseln Richtung Südamerika.
Die Autonome Inselgruppe besteht heute zwei Provinzen: Las Palmas mit den Inseln Gran Canaria, Fuerteventura und Lanzarote sowie Santa Cruz de Tenerife mit Teneriffa, La Palma, La Gomera und El Hierro.
Als spanische Exklave gehören die Kanaren zur EU mit den Vorteilen einer Freihandelszone. Diese seit Januar 2000 existierende Sonderzone (Zona Especial Canaria - ZEC) ist zunächst bis 31. Dezember 2008 von der Europäischen Union genehmigt, um die wirtschaftliche und soziale Entwicklung des Archipels zu fördern und zu erweitern.
Die Wirtschaft der Kanaren ist hauptsächlich vom Dienstleistungssektor abhängig, bedingt durch den ausgeprägten Tourismus. Ca. 80% des BIP trägt der Dienstleistungssektor bei. Die Landwirtschaft ist wenig ausgeprägt. Angebaut werden Bananen, Tomaten, Blumen, Kartoffeln und auch Wein.
In den beiden Provinzhauptstädten Las Palmas auf Gran Canaria und Santa Cruz auf Teneriffa gibt es jeweils Universitäten.
Über 90 Prozent der Kanarischen Bevölkerung sind traditionell römisch-katholisch.
Es empfiehlt sich, wenn man nicht länger auf den Inseln verweilen will, mit dem Flugzeug anzureisen.
Von Deutschland aus gibt es viele Verbindungen auf die Inseln. Die günstigsten Flüge gibt es bei den deutschen Charter-Airlines LTU, Condor, Air Berlin und Hapagfly (TUIfly).
Die internationalen Flughäfen sind:
• Puerto del Rosario (Fuerteventura)
• Arrecife (Lanzarote)
• Las Palmas (Gran Canaria)
• Santa Cruz de Tenerife und Reina Sofia (Teneriffa Nord und Süd)
• Santa Cruz de la Palma
Alle Flughäfen sind verkehrstechnisch an das ÖPNV-Netz gut angebunden und mit touristischen Dienstleistern, wie z.B. Mietwagenanbietern ausgestattet. Man sollte den Mietwagen aber schon in Deutschland reservieren.
Die Flugzeit von Frankfurt nach Las Palmas beträgt etwas mehr als 4 Stunden. Die Mitnahme von Surfgepäck ist möglich, kostet aber.
Wer länger auf den Inseln bleiben will und mobil sein will, der reist mit der Fähre an. Die Anreise dauert von Deutschland aus etwa 4 Tage (inklusive Autofahrt bis Spanien und Fährüberfahrt).
Die Fähre der Trasmediterranea fährt ab Cadiz (Südwestspanien ab). Die Preise bewegen sich für eine Strecke mit einem Auto und 2 Personen bei ca. 750 €. Weiterhin muss man die Kosten für eine 2.400km lange Strecke (z.B. Köln – Cadiz) einplanen. Da sind für eine Strecke mal schnell 400 € für Maut und Benzin weg.
Die Fähre fährt von Cadiz erst nach Santa Cruz de Tenerife und dann weiter nach Las Palmas auf Gran Canaria. Von dort geht es dann weiter auf die anderen Inseln.
Auf den Kanaren ist man sehr gut unterwegs mit dem Mietwagen. Günstige Mietwagen könnt ihr über info(at)surfferien.de anfragen und buchen. Ihr solltet den Mietwagen unbedingt von Deutschland aus buchen, denn vor Ort ist dieser i.d.R. nicht billiger, sondern eher teurer. Zudem hat Ihr einen deutschen Vertrag und vor allem deutlich höhere Haftungen. Eins solltet Ihr beachten mit dem Surfbrett im Bus geht gar nicht. Nur ganz wenige Busfahrer machen dies auch gegen ein kleines Entgelt. Nehmt euch lieber einen Mietwagen. Die Preise für die Busse sind sehr gering. Man muss pro 10km etwa ein EUR rechnen.
Auch das ÖPNV-Netz ist sehr gut ausgebaut, vor allem zwischen dem Flughafen, den größeren Städten und den touristischen Regionen. Vor allem auf den dicht besiedelten Inseln Gran Canaria und Teneriffa.
Trampen ist auf den Inseln ebenfalls gut möglich, da dies für viele Einwohner oft spät abends die einzige Möglichkeit ist.
Der interinsulare Verkehr ist ebenfalls sehr gut ausgebaut. Zwischen den einzelnen Inseln besteht ein regelmäßiger Fährverkehr zur jeweils nächstgelegenen Nachbarinsel. Die Fähre zwischen Fuerteventura und Lanzarote verkehrt beispielsweise täglich und tagsüber auch noch stündlich. Die wichtigsten Reedereien sind Trasmediterranea und Fred Olsen.
Des Weiteren besitzen die Inseln Teneriffa und Gran Canaria jeweils einen der größten Seehäfen der Welt, gemessen an Ausdehnung, Schiffsaufkommen und Handelstätigkeit.
In den vielen Touristenzentren gibt es zahlreiche Pensionen, Hostals, Hotels, Clubs, Bungalow- und Appartmentanlagen von unterschiedlicher Kategorie. Die Preise differenzieren sehr stark. Gute Appartements bekommt man ab 30 € pro Tag.
Paradores sind staatliche Gasthäuser und bieten viel Komfort, wie z.B. der Parador auf Fuerteventura. Jugendherbergen gibt es nur in Las Palmas. Auch Campingplätze sind nicht verbreitet. Wild Campen ist auf den Kanaren zwar verboten, wird aber stillschweigend geduldet. Campingplätze findet man in:
• Tarajalejo (Fuerteventura)
• Playa Papagayo (Lanzarote)
• Arguinegin (Gran Canaria)
• Almaciga (Teneriffa)
• Punta de Hidalgo (Tenriffa)
Die meisten Campingplätze sind weit entfernt von den Touristenzentren
supergünstige Pauschalreisen (Flug+Hotel) auf die Kanaren
Tophotels zu günstigen Preisen von Großhändlern auf den Kanaren
Gastronomie
Die Küche der Kanarischen Inseln ist sehr meereslastig. Fisch und Meeresfrüchte stehen auf jeder Karte. Der Fischwird normalerweise die mit den berühmten runzeligen Kartoffeln papas arrugadas und eine besondere Soße, die Mojo picón, serviert. Die einheimischen Früchte wie Bananen, Tomaten, Avocados und Papayas sind ebenfalls ein Bestandteil der regionalen Küche. Ein beliebtes Dessert sind Platanos Fritos, gebratene Bananen.
Bekannt ist auch Gofio, eine Art Mehl, das mit Wasser zu einem Brei vermischt, serviert wird.
Wein wird auf Lanzarote angebaut. Außerdem gibt es sehr gute einheimische Rumsorten (z.B. Arehucas). Eine Spezialität ist der mit Honig versetzte Rum ron miel.
Nachtleben
Discos, Bars und Kneipen gibt es in allen größeren Ferienorten und Hotelanlagen. In Playa des Ingles auf Gran Canaria und Puerto de las Americas ist das Nachtleben besonders lebendig. Hier gibt es Jazz-Kneipen, Pianobars und Diskotheken mit Live-Musik. Auf Fuerteventura bietet Corralejo noch zahlreiche Bars und Diskotheken, auf Lanzarote ist es Puerto del Carmen.
Shopping
Die Kanaren sind eine Freihandelszone, in der zollfrei eingekauft werden kann. Wie in jedem anderen Urlaubsziel können Touristen eine reichhaltige Anzahl an lokalem Kunstgewerbe kaufen: Stickereien und Spitze, Töpferwaren, Korbwaren aus Palmblättern und Holzschnitzereien. Die Kanaren produzieren zudem sehr guten Zigarrentabak.
Tempel des Shoppings befinden sich in allen größeren Ferienorten und den beiden Provinzhauptstädten Las Palmas und Santa Cruz de Tenerife. Schöne Märkte gibt es in den kleinen Dörfern rund um die Ferienorte, wobei auch hier das Angebot schon sehr auf Touristen abgestimmt ist.
Sport
Die Inseln sind ideal für Wassersport: Wellenreiten, Windsurfen, Kitesurfen, Tauchen, Segeln, Angeln und Schwimmen. Die Ferienhotels bieten Tennisplätze, Reitställe und Golfplätze. Auf Lanzarote steht die Top-Sportanlage La Santa (bei Playa Famara), wo sich viele Leistungssportler auf Wettkämpfe vorbereiten.
Feiertage
Der Karneval auf den Kanarischen Inseln ist in ganz Spanien bekannt. Am berühmtesten sind die Karnevalsfeierlichkeiten in Las Palmas, Maspalomas und Mogan auf Gran Canaria und in Santa Cruz auf Teneriffa. Der Karneval findet jährlich Mitte Februar statt und zieht sich über mehrere Wochen hin. Ostern und Weihnachten sind ebenfalls wichtige Feiertage. In jedem Dorf gibt es zusätzlich mindestens einmal im Jahr Feiern zu besonderen Anlässen.
Krankenversicherung:
Zwischen Spanien und Deutschland bzw. Österreich bestehen Sozialversicherungsabkommen. Sie sollten daher einen Auslandskrankenschein mit sich führen. Ärzte bestehen meist auf Barzahlung bzw. Kreditkartenzahlung. Es empfiehlt sich aber der Abschluss einer privaten Reisekrankenversicherung (z.B. Elvia oder Travelsecure), die in der Regel bei einem kleinen Betrag als Selbstbehalt alle Kosten ersetzt. Die gesetzlichen Krankenkassen tragen nicht unbedingt alle Kosten. Beachten sollte man bei einer Auslandskrankenversicherung auch die Qualität. Nicht überall ist wirklich ein Krankenrücktransport enthalten, auch wenn es auf der Police steht.
Bei Fragen zu Krankenversicherungen, aber auch Reiserücktrittsversicherungen, etc. wendet euch info(at)surfferien.de.
Zeitunterschied:
Ortszeit = MEZ – 1, von Oktober bis März (Greenwich Mean Time GMT)
Gran Canaria, Teneriffa, Fuerteventura und Lanzarote sind hochgradig touristisch erschlossen.
Die kanarischen Inseln und Ihre touristischen Zentren:
Gran Canaria: Maspalomas, Playa Ingles, St. Augustin, Puerto Rico
Teneriffa: Playa de las Americas, Los Gigantes, Los Christianos
Fuerteventura: Jandia, Costa Calma, Corralejo, El Castello
Lanzarote: Costa Teguise, Playa Blanca, Puerto del Carmen
In diesen touristischen Hochburgen findet Ihr ein breites Spektrum an Unterkünfte, Bars, Restaurants, Diskotheken, etc. Hier sind vor allem auch deutsche Reiseveranstalter sehr aktiv. Die Inseln La Palma, Gomera und Hierro sind touristisch weniger erschlossen, bieten aber trotzdem eine gute touristische Infrastruktur in einigen Orten, wie z.B. Valle Gran Rey auf Gomera oder Puerto Naos oder los Cancajos auf La Palma.
Die größten Orte auf den einzelnen Inseln sind:
Gran Canaria: Las Palmas (ca. 400.000 Einwohner)
Teneriffa: Santa Cruz de Tenerife (ca. 250.000 Einwohner)
Fuerteventura: Puerto del Rosario (ca. 18.000 Einwohner)
Lanzarote: Arrecife (ca. 35.000 Einwohner)
El Hierro: Valverde (ca. 5.000 Einwohner)
La Gomera: San Sebastian (ca. 5.000 Einwohner)
La Palma: Santa Cruz de la Palma (ca. 20.000 Einwohner)
Teneriffa ist die größte Insel der Kanaren und besteht im wesentlichen aus einem zentralen Gebirge und Tälern. Der Pico de Teide ist mit 3718 m der höchste Punkt Teneriffas und auch Spaniens.
Die Inselhauptstadt Santa Cruz de Tenerife ist das Verwaltungszentrum der westlichen Kanaren und liegt im Nordosten der Insel. Die Stadt bietet ein reiches Angebot an interessanter Architektur, Museen, Kunst und Kultur. In Puerto de la Cruz, dem wichtigsten Urlaubsort im Norden, gibt es viele Gebäude aus dem 17. und 18. Jahrhundert. Die Altstadt um den alten Fischerhafen herum ist voller enger Gassen mit Kopfsteinpflaster und kolonialer Architektur. La Laguna ist ist Teneriffas zweitgrößte Stadt und hat eine Universität und einen Bischofspalast. Candelaria, eine direkt am Meer gelegene Ortschaft, ist der bedeutendste Wallfahrtsort der kanarischen Inseln.
Das Ananagebirge im Nordosten der Insel bietet herrliche Wandermöglichkeiten. Am Nordhang des Ananagebirges liegt der pittoreske Ort Taganana mit seinen verwinkelten, kleinen Gassen und alten Häusern. Die Nordwestseite des Ananagagebirges wird vom Bosque de la Mercedes, dem Mercedeswald, bedeckt.
Die großen Touristenorte von Teneriffa liegen hauptsächlich im trockenen Süden bzw. Südwesten der Insel. Am bekanntesten sind Playa de las Americas, Los Christiano, Los Gigantes oder Puerto Santiago. Der kleine Urlaubsort El Medano lockt mit einem großen Angebot für Wassersportler.Der bekannteste Urlaubsort an der wolkenbehangenen Nordküste ist Puerto de la Cruz. Die Stadt hat 80.000 Einwohner und zieht vor allem die kulturell interessierten sowie wanderbegeisterten Touristen an. Am Ort gibt es zahlreiche Attraktionen, z.B. den Lore-Park (sehr großer Vogel- und Freizeitpark) sowie die Meeresbadelandschaft Lido, erbaut vom kanarischen Stararchitekten Cesar Manrique.
La Palma, von den Einheimischen auch Isla Bonita genannt, bietet eine Naturlandschaft mit Regenwäldern, Vulkanen und Gebirgen und tiefen Tälern. Hier wachsen Lorbeer- und lichte Kiefernwälder. In der Inselmitte befindet sich der riesengroße erloschene Vulkankrater Caldera de Taburiente. Die Hauptstadt Santa Cruz hat historische Bauwerke aus der Kolonialzeit. Der Stadtkern mit seinen kleinen Gassen und Strässchen wurde von der UNESCO unter Denkmalschutz gestellt.
Los Tilos und El Cubo de la Galga haben den größten Laubwald auf den Kanaren. Puntagorda im Nordwesten der Insel ist ein malerisches kleines Dorf mitten zwischen Mandelbäumen. Weitere kulturell interessante Orte sind Los Llanos de Aridane, Tazacorte, Mazo, die Belmaco-Höhle und die Grotte Cueva Bonita.
Fuencaliente im Süden von La Palma ist ein bekanntes Weinanbaugebiet.
Fuerteventura ist die zweitgrößte Insel der Kanaren bietet und ist berühmt für viele weite Badestrände. Wassersport wird hier groß geschrieben. An der Westküste bei La Pared und im Norden bei Corralejo und el Cotillo ist Wellenreiten angesagt, die Ostküste liefert hervorragende Bedingungen für Windsurfer (Jandia, Esquinzo, Costa Calma ). Alljährlich werden hier World Cups im Windsurfen veranstaltet. Kulturell hat die dünnbesiedelte Inseln kaum etwas zu bieten. Auch landschaftlich wirkt die Insel nicht auf jeden Besucher gleichermaßen interessant, da die gesamte Insel eine Wüstenlandschaft ist. Abwechslung sorgen lediglich die Gebirge, die auf ca. 900m gen Himmel ragen.
Etwa ein Drittel der Einwohner lebt in der Hauptstadt Puerto del Rosario. Puerto del Rosario ist ein Handels- und Geschäftszentrum und wird fast gar nicht von Touristen aufgesucht, da die Stadt außer einigen Kirchen keine Sehenswürdigkeiten bietet.
Betancuria ist die alte Inselhauptstadt und wurde 1405 von einem normannischen Edelmann gegründet. Der Ort liegt auf fast 400 m Höhe in einem engen Tal, das mit Palmen und Kakteen bewachsen ist. Besonders sehenswert sind die Ruinen des ehemaligen Franziskanerklosters Convento de San Buenaventura. Nördlich von Betancuria findet man den Durchgangsort La Oliva mit seiner imposanten Kirche.
Die Halbinsel Jandía im Süden überzeugt durch ihre weiten Strände und bizarren Dünenlandschaften. Jandia, Esquinzo und Morro Jable sind die wichtigsten Touristenzentren auf der Halbinsel, wobei die erstgenannten künstlich auf dem Reißbrett entstanden sind. Morro Jable dagegen hat den Charme eines Fischerdorfes. An der Westküste der Halbinsel Jandia liegt der berühmte weitläufige Stand Playa Cofete, der über eine schwierige Schotterpiste zu erreichen ist.
An der nördlichen Grenze der Halbinsel Jandia liegt der ruhige Ferienort Costa Calma mit zahlreichen Hotels und Urlaubsanlagen. Etwa 5km südlich des Flughafens wird das Touristenzentrum El Castillo permanent ausgebaut. Golfplatz und Shopping Mall wurden vor kurzem fertig gestellt.
Im Norden der Insel liegt Corralejo, das größte Touristenzentrum auf Fuerteventura. Im Gegensatz zu den anderen Touristenzentren bietet der Ort einen älteren Stadtkern mit netten Bars und Restaurants. An Corralejo grenzt das Wanderdünengebiet El Jable, das an der Küstenstraße nach Puerto del Rosaria liegt. Inmitten der Dünen liegen leider 2 Bausünden, nämlich RIU-Hotels. Gegenüber des Dünengebietes liegt die ehemalige Robbeninsel Los Lobos, zu der täglich Ausflüge von Corralejo starten. Auch nach Lanzarote legen täglich jede Stunde fähren ab.
El Cotillos wichtigste Sehenswürdigkeit ist das Castillo de Tostón, ein zweistöckiger runder Festungsturm aus dem 18. Jahrhundert. Ein beliebter Spot für Wellenreiter ist der Playa del Aguila, der südlich von El Cotillo liegt.
Die „Kolumbusinsel“ La Gomera zeigt eine vielfältige und abwechslungsreiche Landschaft: Strände, Bergketten, Plantagen, fruchtbare Täler, Schluchten, Regenwäldern und Vulkane. Die Insel ist im Vergleich zu Gran Canaria, Teneriffa, Fuerteventura oder Lanzarote nur wenig touristisch erschlossen. Der Tourismus zeigt eher Formen von Ökotourismus, Individualtourismus, Wandertourismus und Landschaftstourismus. Es gibt keine Hotelburgen und Massenattraktionen.
Der höchste Punkt ist der Berg Pico de Garajonay (1487 m). Der gleichnamige Nationalpark rund um den Berg mit seinen Zedern und Lorberbäumen wurde von der Unesco zum Weltkulturerbe erklärt. Ständig ist das Waldgebiet in Nebel gehüllt.
Weltweit einmalig ist die uralte Pfeifsprache El Silbo der Ureinwohner Gomeras. Die Sprache wurde früher zur Kommunikation über längere Strecken in den Bergen der Insel benutzt.
Die Hauptstadt San Sebastián ist der Hauptort und das Geschäftszentrum von Gomera. Außerdem ist die Stadt ein wichtiger Verkehrsknoten, denn die Fähren von Teneriffa legen im Hafen von San Sebastian an. Die alte Festung Torre del Conde ist in der Ära von Christoph Kolumbus gebaut worden, der hier Wasser und Lebensmittel für seine Entdeckungsfahrten aufnahm.
Valle Gran Rey ist wohl der touristisch am meisten entwickelte Ort. Valle Gran Rey liegt am Ende eines fruchtbaren Tales und bietet neben vielen Hotels und Appartementanlagen sowie Bars und Restaurant einen Sand-/Kiesstrand.
Hermigua ist ein landwirtschaftliches Zentrum und und erstreckt sich 6km druch ein Tal bis zum Meer. Hier befindet sich das größte Bananenanbaugebiet von Gomera. Touristen kommen nach Hermigua wegen des Kiesstrandes und wegen des Wasserfalles El Chorro.
Vallehermoso ist die bevölkerungsreichste Region und Gemeinde Gomeras. Hier wird der bekannte Palmenhonig (Miel de Palma) hergestellt. Hier stehen die bizarren Felssteinformationen Los Organos (»die Orgelpfeifen«), die nur vom Meer aus zu sehen sind.
El Hierro ist die westlichste und kleinste Insel des kanarischen Archipels. Die ganze Insel wurde von der UNESCO zu einem Biosphärenreservat erklärt. El Hierro bietet auf wenigen Quadratkilometern Größe eine sehr abwechslungsreiche Landschafts mit steilen Klippen, einigen (aber wenigen) Sandstränden, Wüstengebieten, Vulkanlandschaften, Plantagen und fruchtbaren Tälern (wie z.B. das Tal el Golfo, wo Ananas und Feigen angebaut werden) sowie ausgedehnten Wäldern.
Vor allem die vulkanische Prägung von Hierro ist unübersehbar. Die Insel besitzt auch die höchste Dichte an Vulkanen in der ganzen kanarischen Inselgruppe. Malpaso ist mit 1300 m die höchste Erhebung der Insel.
Touristisch ist die Insel kaum erschlossen. Punktuell findet man einfache Hotels, Appartements und Pensionen. Lediglich Wandertouristen und Landschaftsinteressierte machen den beschwerlichen Weg von Teneriffa mit der Fähre nach Valverde.
Valverde ist die Hauptstadt von Hierro und liegt etwa 600m über dem Meeresspiegel an einem Berghang. Der ca. 5000 Einwohner große Ort ist geprägt durch Bauten im typisch kanarischen Kolonialstil, wie z.B. das Rathaus. Zu besichtigen gibt es weiterhin einige Kirchen. Alle 4 Jahre findet die Bajada de la Virgen de Los Reyes statt, eine Prozession bei der eine Marienstatue ihrer Eremita bis nach Valverde getragen wird. Begleitet wird die Prozession von mehrwöchigen Festlichkeiten auf der gesamten Insel.
Gran Canaria ist die drittgrößte Insel der Kanaren. Felsmassive, tiefe Schluchten, wüstenähnliche Landstriche und tropische Vegetation prägen das Landschaftsbild Gran Canarias und gaben der Insel den Beinamen „Miniaturkontinent“.
Die Hauptstadt der Insel ist Las Palmas, die Besuchern viele historisch und architektonisch interessante Gebäude bietet, vor allem in der Altstadt mit herrschaftlichen Häusern, die von Einflüssen der spanischen Kolonialarchitekur geprägt sind, wie z.B. die Kathedrale Santa Ana sowie der erzbischöfliche Palast oder die Universitätsbibliothek. Insgesamt wohnen in Las Palmas ca. 400.000 Menschen. Es gibt mehrere Museen in Las Palmas. Wichtig ist vor allem aber das kanarische Museum. In der Nähe des Fischereihafens befindet sich die Festung Castello de la Luz, eine Bastion des kanarischen Widerstandes gegen die Piratenangriffe im 16. Jahrhundert. In der Neustadt befindet sich der fast 4 km lange Playa de las Canterras mit seiner Strandpromenade und zahlreichen Restaurants und Bars. In der Mitte der Strandpromenade gehen einzelne kleine Gassen vom Strand weg. Hier findet man sehr viele Kneipen und Szene-Lokale, woe die einheimische Jugend am Wochenende sehr gern feiert. In der Neustadt gibt es auch eine größere Shopping Mall.
In Arehucas, westlich von Las Palmas, befindet sich ein bekanntes und großes Zuckerrohranbaugebiet. Der Arucas-Rum ist inselweit berühmt, die Rumfabriken können besichtigt werden. Ein weiterer Touristenanziehungspunkt ist die gothische Kathdrale im Stadtkern.
Weiter auf der Hauptstraße Richtung Westen gelangt am an die Nordwestspitze der Insel. Etwas südlich davon liegt der kleine Fischerort Punta de Sardinas mit zwei Restaurants und einem kleinem Strand. Umgeben ist der Ort von weiten Bananenplantagen.
Agaete ist mit Puerto de Las Nieves fast zu einem Ort verschmolzen. Ca. 15.000 Einwohner sind in dem langen und sehr fruchtbaren Tal einheimisch. Von Agaete aus finden Wanderer ein umfassendes Streckennetz.
Der längste Strand der Insel befindet sich im Süden zwischen Playa Ingles und Maspalomas. Der Strand zieht sich in einer imposanten Dünenlandschaft an einer Stelle weit ins Landesinnere hinein. Weitere weniger bekannte Strände liegen bei San Augustin, ebenfalls im Süden. Playa Ingles, Maspalomas und St. Augustin sind zu einem riesengroßen und kilometerlangen Touristenzentrum verschmolzen. Vor allem in den Einkaufszentren von Playa Ingles findet ein ausgeprägtes Nachtleben statt, während St. Augustin und Maspalomas etwas ruhiger und teilweise auch exklusiver sind. Diese riesige Touristenagglomeration zieht sich nicht nur am Meer lang, sondern weit in das Landesinnere. Die Bungalow- und Hotelanlagen von Camp Internacional und Sonnenland liegen etwa 3 bis 5 km vom Meer entfernt.
Von Playa Ingles lohnt ein Ausflug in die Berge Richtung Fataga und Cruz de Tejeda. Empfehlenswert ist auch ein Abstecher zu dem Bandama-Vulkankrater. Die Straße führt durch ein Tal. Man sieht trockene und tiefe Schluchten, massive Berghänge und vereinzelte Palmenoasen.
Fährt man von Maspalomas aus weiter nach Westen kommt man an verschiedenen Urlaubszentren entlang. Die Küste ist fast vollständig zugebaut. Die Touristenzentren wurden künstlich erschaffen, indem riesige Sandmengen in Buchten eingelagert und durch Wellenbrecher aus Beton geschützt wurden. Sehr bekannt ist Puerto Rico. Der Ferienort zieht sich mehrere 100m die Berghänge hoch. Im Ort gibt es den größten Yachthafen der Insel.
Puerto Mogan im Südwesten der Insel ist ein malerisches Fischerdörfchen mit romantischen Gässchen und Häusern. Wegen seiner Kanäle wird der Ort auch als „Klein Venedig“ bezeichnet. Mittlerweile hat aber auch hier der Massentourismus Einzug gehalten.
Lanzarote ist die am weitesten östlich gelegene Kanareninsel. Die Landschaft auf Lanzarote ist der von Vuerteventura sehr ähnlich und erinnert an eine karge Wüstenlandschaft. Geprägt ist die Insel durch Vulkanismus. Im 18. und 19. Jahrhundert gab es viele Vulkanausbrüche, die einen großen Teil der Insel mit Lava und Asche bedeckten. Es gibt lange Strände mit schwarzen oder weißem Sand, einige der schönsten sind bei Puerto del Carmen und Famara. Die höchsten Berge Lanzarotes (bis ca. 700m) liegen im Norden und Osten.
Arrecife ist die Hauptstadt der Insel und gleichzeitig ein wichtiger Hafen. Die Stadt hat etwa 35.000 Einwohner. Die Hauptstadt hat außer einigen Museen und einer kleinen Promenade nicht viel zu bieten.
In der alten Inselhauptstadt Teguise befindet sich die Burg Santa Barbara, die im 16. Jahrhundert erbaut wurde und als Festung gegen Piraten diente. Jeden Sonntag lockt der Markt tausende von Menschen in die Stadt.
Jameos del Agua ist ein Höhlensystem von fast 6 km Länge im Nordosten der Insel. Die Lavahöhlen sind durch Tunnel miteinander verbunden. Das Höhlensystem wurde vom Künstler cesar Manrique zur Touristenattraktion ausgebaut.
Im Norden Lanzarotes befindet sich der Mirador del Río, ein Aussichtspunkt auf einer 479 Meter hohen Klippe. Cesar Manrique hat hier ein Restaurant gebaut. Der Blick auf die Nachbarinsel La Graciosa ist überwältigend. Die kleine Insel kann man mit der Fähre vom pittoresken Fischerort Orzola erreichen.
Die wichtigste touristische Attraktion ist allerdings der Vulkanpark Timanfaya. Der Park besteht aus fast unbewachsener Vulkanlandschaft. Auf dem höchsten Punkt steht ein Restaurant von Manrique. Hier wir direkt über dem heißen Lavagestein gekocht.
Touristenorte sind Playa Blanca, Costa Teguise und Puerto del Carmen. Die Orte sind alle in den letzten Jahren sehr gewachsen. Puerto del Carmen ist wohl das lebhafteste Touristenzentrum von den drei Orten. Costa Teguise hat nur einige kleine Strandbuchten. Puerto del Carmen hat einen fast 9km langen weißen Sandstrand. Bei Playa Blanca gibt es neben dem Strand im Ort die berühmten Papagayostrände, weiße Sandstrände, in Buchten eingelagert, mit kristallklarem Wasser.